{"id":11294,"date":"2019-11-23T00:00:05","date_gmt":"2019-11-22T22:00:05","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=11294"},"modified":"2019-11-23T00:00:05","modified_gmt":"2019-11-22T22:00:05","slug":"farbe-gegen-gefaengnis-basar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=11294","title":{"rendered":"Farbe gegen Gef\u00e4ngnis-Basar"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin<\/strong>, 23. November 2019<\/p>\n<blockquote><p>Am 23.11.19 von 10-15 Uhr fand vor dem Knast in Tegel ein \u201eWinterbasar\u201c statt, bei dem die von Gefangenen hergestellten Produkte verkauft wurden. Diesen Basar griffen mit Farbkugeln an, um den laufenden Knastbetrieb wenigstens kurz zu st\u00f6ren und um den Justizschweinen, Verk\u00e4ufer*innen und Unternehmen vor Ort zu zeigen, was wir von ihnen halten.<\/p>\n<p>Unter Zwang, schlechten Arbeitsbedingungen, einem Stundenlohn von einem bis zwei Euro und unter absoluter Kontrolle m\u00fcssen Gefangene auch in Berliner Kn\u00e4sten f\u00fcr Unternehmen, die Kn\u00e4ste und Berliner Beh\u00f6rden produzieren. Berliner Beh\u00f6rden und Unternehmen geben an die Kn\u00e4ste Auftr\u00e4ge, lassen die Gefangenen dann f\u00fcr einen l\u00e4cherlichen Lohn schuften,<!--more--> zahlen \u00fcbrigens auch keine Sozialversicherungsabgaben ab und maximieren somit ihr eh schon bestehendes Kapital. (https:\/\/ggbo.de\/)<\/p>\n<p>Wir wissen, dass viele Gefangene der Arbeit im Knast auch wohlwollend gegen\u00fcberstehen. Durch sie kann f\u00fcr ein paar Stunden die Zelle verlassen und andere getroffen werden, die Arbeit ist oft der Ort, an dem viele Gefangene zusammen kommen und ein Austausch m\u00f6glich ist. Innerhalb einer Institution, die absolut kontrolliert, \u00fcberwacht und isoliert ist so ein Treffpunkt nat\u00fcrlich wichtig.<\/p>\n<p>Das \u00e4ndert aber nichts daran, dass Knast und sein ganzes System g\u00e4nzlich abzulehnen sind. Knast sperrt Menschen aus der Gesellschaft, die sich nicht angepasst verhalten haben und soll die Menschen nun zu einem gef\u00fcgigen Leben zwingen, in dem das System schweigend akzeptiert wird.<\/p>\n<p>Vor allem der Arbeitszwang unter schlechtesten Arbeitsbedingungen ist dabei ein perfides Mittel, damit der Staat seinen Willen erreicht. Der eigene K\u00f6rper wird an den Knast und an Unternehmen verkauft, um das Kapital geldgeiler Schweine zu steigern. Auf der Strecke bleiben nat\u00fcrlich die Gefangenen. Sie werden auf unterster Schublade entlohnt, im Knast schei\u00dfe behandelt und bei Widerstand sofort der Repression ausgesetzt.<\/p>\n<p>Die Moral der Zwangsarbeit-Geschicht?<\/p>\n<p>Wenn du dich den Bedingungen nicht f\u00fcgst, die ein kapitalistisches System vorgibt, gibts Schellen.<\/p>\n<p>Das kapitalistische System ist aber keine blo\u00dfe Abstraktion, ebenso wenig wie Knast, Unternehmen und Berliner Beh\u00f6rden. Verantwortliche der Knastindustrie und des Knastsystems sind eben die, die Kn\u00e4ste, Unternehmen und Beh\u00f6rden leiten, die f\u00fcr sie arbeiten und damit ihren Teil zur Aufrechterhaltung dieses Systems beitragen. Deswegen haben wir am 23.11.19 den Winterbasar angegriffen. Als direkter Ort der Zur-Schau Stellung von Ausbeutung, tummelten sich hier nat\u00fcrlich augenscheinlich reichlich Bonzen rum, vermutlich die Chefs der Unternehmen, die in Tegel produzieren lassen und ihre Anh\u00e4nger. Ebenso waren Bullen und Justizschweine vor Ort. Der Shop und der offene Basar wurden von uns mit Farbkugeln bei laufenden Betrieb angegriffen, um ihre Ausbeutung nicht unbeantwortet zu lassen und den Betrieb zu st\u00f6ren. Laut Presse sollen auch Leute getroffen worden sein:<\/p>\n<p>https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/polizei-justiz\/koerperverletzung-und-sachbeschaedigung-vermummte-werfen-farbkugeln-auf-weihnachtsbasar-der-jva-tegel\/25262636.html<\/p>\n<p>Wir senden k\u00e4mpferische Gr\u00fc\u00dfe an alle Gefangenen und w\u00fcnschen uns mehr Remmi Demmi gegen Kn\u00e4ste! Justizschweine, Bullen und Profiteure m\u00fcssen angegriffen werden, denn sie werden Knasttore nicht auf unsere Bitte \u00f6ffnen oder die Zwangsarbeit einstellen. Sie sind und bleiben unsere Feinde beim Kampf um eine befreite Gesellschaft. In diesem Sinne:<\/p>\n<p>Feurige Gr\u00fc\u00dfe an die Brandsetzer gegen ein KONE Fahrzeug (https:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=11258), Freiheit f\u00fcr alle Gefangenen!<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/48489\">Indymedia<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Auf dem Weihnachtsbazar der Justizvollzugsanstalt Tegel kam es am Samstagmittag zu Sachbesch\u00e4digungen und einer K\u00f6rperverletzung. Zeugen berichteten, dass gegen 13.15 Uhr mehrere maskierte Personen auf Fahrr\u00e4dern am Basar auf dem Vorplatz der JVA vorbeifuhren und dabei mehrere Christbaumkugeln in Richtung des Eingangstores warfen. Eine 29 Jahre alte Besucherin des Marktes wurde von den mit rosafarbenem Lack gef\u00fcllten Kugeln an der Kleidung und den Haaren getroffen. Auch wurden abgestellte Fahrr\u00e4der, Schilder, ein Zaun und der Gehweg mit der Farbe bespritzt und besch\u00e4digt.<\/p>\n<p>Die vermummte Fahrradgruppe fl\u00fcchtete anschlie\u00dfend in Richtung Otisstra\u00dfe. Die weiteren Ermittlungen \u00fcbernimmt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin.<\/p>\n<p>Justizsenator Dirk Behrendt (Gr\u00fcne) \u00e4u\u00dferte sich am Sonntagmittag auf Twitter zu der Tat und verurteilte sie. Einen Weihnachtsbasar anzugreifen, bei dem unter anderem auch Holzspielzeug und Weihnachtsgestecke verkauft werden, gehe gar nicht.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: Tagesspiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 23. November 2019 Am 23.11.19 von 10-15 Uhr fand vor dem Knast in Tegel ein \u201eWinterbasar\u201c statt, bei dem die von Gefangenen hergestellten Produkte verkauft wurden. 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