{"id":11155,"date":"2019-11-06T00:00:58","date_gmt":"2019-11-05T22:00:58","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=11155"},"modified":"2019-11-06T00:00:58","modified_gmt":"2019-11-05T22:00:58","slug":"steine-gegen-vonovia-zentrale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=11155","title":{"rendered":"Steine gegen Vonovia-Zentrale"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2019\/11\/hhh.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-11159\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2019\/11\/hhh-300x169.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\"><\/a>Bremen<\/strong>, 6. November 2019<\/p>\n<blockquote><p>Feste feiern wie sie fallen! Vom Freudenfeuer\u00b9 auf dem Parkplatz von Vonovia inspiriert, besuchten wir die Zentrale des Immobilienriesen in der Bremer Innenstadt und zerlegten die Fensterfassade unter Verwendung von Kleinpflastersteinen. Vonovia macht regelm\u00e4\u00dfig Schlagzeilen, auch in der b\u00fcrgerlichen Presse. Durch Mietsteigerung, strategische Modernisierung und Betriebskostenbetrug ist Vonovia st\u00e4ndig bestrebt, seinen Gewinn zu steigern und \u201eihren\u201c Wohnraum bestm\u00f6glich zu verwerten. Leidtragende sind Mieter und Mieterinnen, die zum Umzug gen\u00f6tigt und in letzter Konsequenz zwangsger\u00e4umt werden. Kurzum: Vonovia ist ein Schei\u00dfverein!\u00b2<!--more--><\/p>\n<p>Unser Handeln ist Teil des vielf\u00e4ltigen Widerstandes gegen die Aufwertung von Quartieren und die Verdr\u00e4ngung von Bewohnerinnen und Bewohnern. Immer wieder gibt es Angriffe auf die Profiteure der Gentrifizierung, Proteste gegen Vertreibung, die Organisierung von Mieterinnen und Mietern in ihrer Nachbarschaft und gro\u00dfe Demonstrationen f\u00fcr das Recht auf Wohnen. Militante Angriffe sind dabei eines von vielen Mitteln, sie sind legitim und notwendig. Ein direkter wirtschaftlicher Schaden zerrt die Akteure in die \u00d6ffentlichkeit und schm\u00e4lert die Bilanzen. Die abgebrannten Fahrzeuge vom vergangenen Wochenende sicher mehr als die kaputten Fensterscheiben von vergangener Nacht. Dennoch: ein Anfang ist ein Anfang.<\/p>\n<p>F\u00fcr das bedingungslose Recht auf Wohnen!<\/p>\n<p>Vonovia vergesellschaften!<\/p>\n<p>\u00b9 https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/bremen-stadt_artikel,-bremer-radikale-auf-gewaltkurs-_arid,1872833.html<\/p>\n<p>\u00b2 https:\/\/de.indymedia.org\/node\/36818<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/44355\">Indymedia<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>In Bremen haben offenbar \u201eautonome Gruppen\u201c in den letzten Tagen gleich zweimal zugeschlagen. Am fr\u00fchen Sonntagmorgen brannten neun Autos auf dem eingez\u00e4unten Parkplatz des Wohnungskonzerns Vonovia im Stadtteil Woltmershausen; am Mittwoch fr\u00fch flogen Pflastersteine gegen die Fensterscheiben der Vonovia-Zen\u00adtrale in der Bremer Innenstadt.<\/p>\n<p>\u201eVom Freudenfeuer auf dem Parkplatz von Vonovia inspiriert \u2026 zerlegten wir die Fensterfassade unter Verwendung von Kleinpflastersteinen\u201c, hei\u00dft es in einem der taz vorliegenden Bekennerschreiben. Absender: \u201eautonome@gruppen.org\u201c. Die Parole der Bekenner lautet schlicht: \u201eVonovia vergesellschaften! F\u00fcr das bedingungslose Recht auf Wohnen!\u201c, die Aktionen seien \u201eein Anfang\u201c.<\/p>\n<p>Das Bekennerschreiben rechtfertigt \u201emilitante Angriffe\u201c als \u201eeines von vielen Mitteln\u201c: \u201eEin direkter wirtschaftlicher Schaden zerrt die Akteure in die \u00d6ffentlichkeit und schm\u00e4lert die Bilanzen. Die abgebrannten Fahrzeuge vom vergangenen Wochenende sicher mehr als die kaputten Fensterscheiben von vergangener Nacht.\u201c<\/p>\n<p>Obwohl die Polizei in der N\u00e4he der Brandstelle einen 29-j\u00e4hrigen Mann vor\u00fcbergehend festgenommen hat, gibt es noch keine Auskunft \u00fcber die m\u00f6glichen T\u00e4ter. Der Tatverd\u00e4chtige wurde auf freien Fu\u00df gesetzt. Ob er weiterhin \u201eim Verdacht\u201c steht, wollte die Bremer Polizei weder best\u00e4tigen noch dementieren.<\/p>\n<p>Dass die militanten Aktionen das Unternehmen Vonovia \u201ein die \u00d6ffentlichkeit zerren\u201c, ist sicher richtig, wobei es auch sonst viele Schlagzeilen \u00fcber die Gesch\u00e4ftspraktiken von Deutschlands gr\u00f6\u00dftem Wohnungsbauunternehmen gibt. Was den direkten materiellen Schaden angeht \u2013 die Polizei geht bei den neun Fahrzeugen von rund 250.000 Euro aus \u2013 ist das Argument weniger \u00fcberzeugend: F\u00fcr das vergangene Jahr meldete die Vonovia ihren Aktion\u00e4ren einen Gewinn nach Steuern von deutlich mehr als zwei Milliarden Euro.<\/p>\n<p>\u201eLinkspolitisch motivierte Anschl\u00e4ge passieren in Bremen zu fast 100 Prozent fr\u00fchmorgens zwischen 3:00 und 4:00 Uhr\u201c, hie\u00df es am Sonntagmorgen in den sozialen Netzwerken. Tats\u00e4chlich hatten die Brandstifter offenbar gegen drei Uhr morgens ein Loch in den Maschendrahtzaun geschnitten, vermutlich Grillanz\u00fcnder auf die Autoreifen gelegt \u2013 und waren weglaufen. Mehrfach haben in den letzten Jahren in Bremen Polizeiautos gebrannt, die nach dieser Methode angez\u00fcndet wurden. Einen Ermittlungserfolg konnte die Polizei bisher nicht vermelden. Auch im Sommer dieses Jahres brannten Vonovia-Autos.<\/p>\n<p>In Dresden waren im Mai vier Vonovia-Autos in Brand gesetzt worden. Dort besitzt Vonovia 38.000 Wohnungen und war aufgrund fehlerhafter Mieterh\u00f6hungen und Nebenkostenabrechnungen in die \u00d6ffentlichkeit geraten.<\/p>\n<p>\u201eMan braucht nicht viel Phantasie, um sich auszumalen, dass der politische Streit jetzt in Gewalt eskaliert ist\u201c, meinte der Dresdener FDP-Fraktionschef Holger Zastrow. Gewaltt\u00e4ter h\u00e4tten sich durch den \u201everbal aufgeheizten Dauerfeldzug gegen Vonovia und die gesamte Wohnungswirtschaft mit Klassenkampf-Vokabeln\u201c legitimiert gef\u00fchlt, sagte Zastrow und forderte die Vonovia-Kritiker auf, \u201esich zu m\u00e4\u00dfigen und klar gegen extremistische Gewalt aussprechen\u201c.<\/p>\n<p>Die Bremer Linke, die die Kritik an den Praktiken von Vonovia immer besonders lautstark vortr\u00e4gt, hat sich zu den Brandanschl\u00e4gen von Sonntag bisher nicht ge\u00e4u\u00dfert. Auf Nachfrage erkl\u00e4rte ein Linken-Sprecher, das Thema werde m\u00f6glicherweise im Landesvorstand behandelt.<\/p>\n<p>Nicht allein Vonovia ist im Visier der \u201eautonomen Gruppen\u201c. Anfang Oktober wurden beim Eigent\u00fcmerverband Haus und Grund in der Bremer Innenstadt reihenweise Scheiben eingeschlagen. Die waren offenbar weniger widerst\u00e4ndig als die bei der Vonovia, die blo\u00df splitterten. Einige vermummte Personen hatten nach Aussage von Augenzeugen mit Feuerl\u00f6schern, Steinen, Farbflaschen und H\u00e4mmern die Glasfassade von Haus und Grund traktiert und durch die L\u00f6cher in den Fenstern Farbe in die Innenr\u00e4ume gespr\u00fcht. Haus und Grund bezifferte den Schaden auf rund 70.000 Euro.<\/p>\n<p>Die Bremer Polizei hat auch dazu bisher keinen Ermittlungserfolg gemeldet. Auch dazu gab es ein Bekennerschreiben auf \u201eIndymedia\u201c im Internet, in dem die grunds\u00e4tzliche Kritik am Privateigentum im Kapitalismus ausf\u00fchrlich erl\u00e4utert wird. Mitte August waren die Scheiben von vier Immobilienb\u00fcros in den Bremer Stadtteilen Findorff und Walle das Ziel von Steinewerfern.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Anschlaege-auf-Vonovia-in-Bremen\/!5639351\/\">Taz<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremen, 6. November 2019 Feste feiern wie sie fallen! Vom Freudenfeuer\u00b9 auf dem Parkplatz von Vonovia inspiriert, besuchten wir die Zentrale des Immobilienriesen in der Bremer Innenstadt und zerlegten die Fensterfassade unter Verwendung von Kleinpflastersteinen. Vonovia macht regelm\u00e4\u00dfig Schlagzeilen, auch in der b\u00fcrgerlichen Presse. 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