{"id":11153,"date":"2019-11-05T00:00:40","date_gmt":"2019-11-04T22:00:40","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=11153"},"modified":"2019-11-05T00:00:40","modified_gmt":"2019-11-04T22:00:40","slug":"scheiben-an-kaercher-niederlassung-eingeschlagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=11153","title":{"rendered":"Scheiben an K\u00e4rcher-Niederlassung eingeschlagen"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2019\/11\/441752.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-11243\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2019\/11\/441752-300x174.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"174\"><\/a>Berlin<\/strong>, 5. November 2019<\/p>\n<blockquote><p>Seit dem Einmarsch der faschistischen t\u00fcrkischen Armee in Rojava stellen wir uns die Frage wie weiter. Bis jetzt verharrt die radikal und militant organisierte Linke aus Deutschland in einer Art Schockstarre gegen diese Angriffe. Abgesehen von Solidarit\u00e4tsbekundungen und Demos. Allerdings scheint die Wut, die 2018 beim Angriff auf Afrin noch herrschte, genauso wie die bis dahin existierende militante Kampagne (https:\/\/fight4afrin.noblogs.org\/), verflogen zu sein.<\/p>\n<p>Mit der neuen Kampagne #fight4rojava (https:\/\/fight4rojava.noblogs.org\/aufruf\/) finden nur noch eine marginale Anzahl der n\u00e4chtlichen Angriffe auf Profiteure dieses und jedes anderen Krieges statt.<!--more--> Wir sind verwundert dar\u00fcber, vor allem in Bezug auf die weltweiten \u00f6ffentlichkeitswirksamen Blockaden der Industriestandorte von R\u00fcstungsherstellern, Repr\u00e4sentanten und t\u00fcrkischen Unternehmen, die eine Unterst\u00fctzung von militanter Seite erfordern w\u00fcrden. Die Verkn\u00fcpfung der K\u00e4mpfe der militanten Linken, die aus einem historischen Bewusstsein noch vorhanden sein sollte, lehrt uns, dass der Aufruf zu einer Kampagne allein nichts bringen wird. Den FreundInnen der Blockaden (https:\/\/riseup4rojava.org\/) allerdings sprechen wir ausdr\u00fccklich unseren Dank aus.<\/p>\n<p>Unsere antimilitaristische Perspektive, abseits des legalen Protestes, ist keineswegs eine neue und f\u00fchrte immer wieder zu einer praktischen Umsetzung in unseren K\u00e4mpfen der letzten Jahrzehnte. Sie scheint mittlerweile jedoch ein wenig eingerostet, m\u00f6glicherweise auch aufgrund der erdr\u00fcckenden Gr\u00f6\u00dfe des Feindes. Wenn wir uns wieder bewusst werden, dass wir im Herzen des Krieges leben und Europa &#8211; speziell Deutschland &#8211; Drehscheibe der internationalen Waffenlobby ist, sollten wir entsprechende Antworten entwickeln.<\/p>\n<p>Es sind eben nicht nur die Big-Player, die vom Krieg in Rojava, Jemen oder Mali profitieren.<\/p>\n<p>Es sind ebenso \u201ekleine\u201c und unscheinbare Firmen, die den Nutzen von Krieg f\u00fcr sich erkannt haben. In der offiziellen Liste der industriellen NATO-Partner tauchen zum Beispiel Palfinger Europe GmbH, Liebherr Baumaschinen Vertriebs-&amp; Service GmbH, MDBA und auch K\u00e4rcher Futuretech GmbH auf.<\/p>\n<p>Wir entschieden uns f\u00fcr K\u00e4rcher-Futuretech, da diese sich nicht nur an NATO-Partnern bereichern, sondern auch global im Bereich der Aufstandsbek\u00e4mpfungen t\u00e4tig sind. So wundert es uns nicht, dass sie im Jahr 2013 Aussteller f\u00fcr den Polizeikongress in Berlin waren. Wenn wir den Blick \u00fcber Europa hinaus wenden, scheint es, als ob ihre Welt ins Chaos st\u00fcrzen k\u00f6nnte: Jakarta, Hong-Kong, Chile, Ecuador, Bolivien, Iran, Irak. Erfahrungsberichten nach handelt es sich an vielen dieser Orte um rebellische Akte der Befreiung aus staatlicher und neoliberaler Unterdr\u00fcckung. Wir betrachten die brennenden Stra\u00dfen und unkontrollierbaren Momente mit Bewunderung und schicken unsere Gr\u00fc\u00dfe in diese Gebiete.<\/p>\n<p>Futuretech ist ein Tochterunternehmen des renommierten deutschen Staubsauger-Herstellers K\u00e4rcher, das verschiedene Werksvertretungen in Deutschland betreibt. Selbst wenn hier nur Staubsauger ausgestellt werden, sollten wir die Kosten f\u00fcr die nicht-milit\u00e4rischen Bereiche der Kriegsprofiteure in die H\u00f6he treiben. Oder macht ein Krieg Halt vor zivilen Sektoren?<\/p>\n<p>Aus diesem Grund ist es uns egal, ob nur die Staubsauger Werksvertretung der K\u00e4rcher Group oder Futuretech direkt angegriffen wird. Die K\u00e4rcher Group stellt in ihrem Tochterunternhemen selbst mobile Dekontaminations Einheiten, Trinkwasserversorgungen und Feldlagersysteme zur Verf\u00fcgung. Im Bereich der milit\u00e4rischen Zusammenarbeit unterst\u00fctzt sie verschiedene Milit\u00e4rs rechtspopulistischer Regierungen wie in Brasilien oder \u00d6sterreich. Futuretech nimmt nicht nur in Deutschland an Kongressen teil, sondern auch in Dubai bei der diesj\u00e4hrigen Konferenz unter dem Motto \u201ePolice Crime Prevention International\u201c.<\/p>\n<p>Mit H\u00e4mmern schlugen wir die Scheiben von einem B\u00fcro der K\u00e4rcher Group ein.<\/p>\n<p>F\u00fcr Andok und all die anderen die im Kampf f\u00fcr die Freiheit sterben mussten.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/44158\">Indymedia<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Unbekannte haben in der vergangenen Nacht in Kreuzberg mehrere Schaufensterscheiben einer Firma besch\u00e4digt. Zeugen hatten gegen 3 Uhr in der K\u00f6rtestra\u00dfe lautes Klirren geh\u00f6rt und drei Personen auf Fahrr\u00e4dern davonfahren sehen. Polizeikr\u00e4fte stellten wenig sp\u00e4ter fest, dass insgesamt acht Scheiben mit einem unbekannten Gegenstand besch\u00e4digt worden waren. Der Polizeiliche Staatsschutz pr\u00fcft eine politische Tatmotivation.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: Polizei<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 5. November 2019 Seit dem Einmarsch der faschistischen t\u00fcrkischen Armee in Rojava stellen wir uns die Frage wie weiter. Bis jetzt verharrt die radikal und militant organisierte Linke aus Deutschland in einer Art Schockstarre gegen diese Angriffe. Abgesehen von Solidarit\u00e4tsbekundungen und Demos. 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