{"id":10825,"date":"2019-09-23T00:00:11","date_gmt":"2019-09-22T22:00:11","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=10825"},"modified":"2019-09-23T00:00:11","modified_gmt":"2019-09-22T22:00:11","slug":"bahnverkehr-durch-kabelbrand-gestoppt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=10825","title":{"rendered":"Bahnverkehr durch Kabelbrand gestoppt"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2019\/10\/1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-10826\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2019\/10\/1-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\"><\/a>Berlin<\/strong>, 23. September 2019<\/p>\n<blockquote><p>Unmissverst\u00e4ndlich hat \u201eFridays for Future\u201c zu einem Generalstreik aufgerufen.<br \/>\nDas Notwendige ist zu tun \u2013 nicht das Machbare! Wir begr\u00fc\u00dfen einen Generalstreik, der die wirtschaftlichen Interessen in Frage stellt. Appelle an die Politik sind sinnlos. Die Wirtschaft entscheidet \u00fcber die Zukunft. Ein Generalstreik hat genau dieses zum Ziel \u2013 die wirtschaftlichen Aktivit\u00e4ten zum Stillstand zu bringen. Ohne Widerstand wird es auch keine Reduktion des CO\u00b2-Aussto\u00dfes geben.<\/p>\n<p>Zu einem richtigen Generalstreik geh\u00f6ren auch Blockaden und feurige Sabotageaktionen. Menschen, die nicht p\u00fcnktlich zur Arbeit, zur Schule, zur Universit\u00e4t kommen, verursachen einen wirtschaftlichen Schaden.<!--more--> Heute haben wir die Reiseverbindung zwischen Flughafen Sch\u00f6nefeld, Berlin, Erkner, Cottbus und Frankfurt (Oder) gekappt. Der Pendelverkehr der Regionalbahn von und zum Flughafen ist dadurch unterbrochen worden. Flugpersonal und Reisende kamen zu sp\u00e4t an. Eine Gef\u00e4hrdung von Menschenleben haben wir ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Seit dem 20. September l\u00e4uft die internationale Aktionswoche von \u201eFridays for Future\u201c.<br \/>\nUnmissverst\u00e4ndlich hat \u201eFridays for Future\u201c zu einem Generalstreik aufgerufen.<\/p>\n<p>Heute hat \u201eFridays for Future\u201c den Aktionstag den weltweit schmelzenden Eisbergen und Gletschern gewidmet. Der Gletscher Okj\u00f6kull, auf dem Vulkan Ok in Island, wurde gerade offiziell f\u00fcr tot erkl\u00e4rt. Wir erkl\u00e4ren uns mit dem Aufruf zu einem Generalstreik solidarisch! In diesem Sinne haben wir als \u201eVulkangruppe Ok \/ Fridays for Future im Generalstreik\u201c am fr\u00fchen Morgen die Reiseverbindung der Regionalbahn R14 und R7 zum Flughafen Sch\u00f6nefeld sowie den Personenverkehr zwischen Berlin, Erkner, Cottbus und Frankfurt (Oder) gekappt. Der Pendelverkehr der Regionalbahn von und zum Flughafen ist dadurch unterbrochen worden. Flugpersonal und Reisende kamen zu sp\u00e4t an. Eine Gef\u00e4hrdung von Menschenleben haben wir ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Zu einem richtigen Generalstreik geh\u00f6ren auch Blockaden und feurige Sabotageaktionen. Wir begr\u00fc\u00dfen eine Entschiedenheit im Streik, um den zerst\u00f6rerischen Gesellschaftsmodellen die Grundlage zu entziehen. Appelle an die Politik sind sinnlos! Die Wirtschaft entscheidet \u00fcber die Zukunft! Wir bef\u00fcrworten einen Generalstreik, der die wirtschaftlichen Interessen in Frage stellt. Unser Ziel: Die weitere Zerst\u00f6rung des Planeten zu stoppen. Wir haben keine Jahrzehnte mehr Zeit, um das Steuer weltweit herumzurei\u00dfen. Wir leben bereits inmitten des Klimawandels und der Katastrophen, die er hervorbringt. Die angerichteten Zerst\u00f6rungen, bspw. das Artensterben, sind bereits irreparabel.<\/p>\n<p>Es gab und gibt viele internationale \u00f6kologische Bewegungen und K\u00e4mpfe. Es hat zum Beispiel lange Jahrzehnte gebraucht, um durch Widerstand den Bau und Betrieb von Atomkraftwerken zu verhindern, genau so wie das Endlager in Gorleben. Dieser Kampf gegen die Atomindustrie ist noch immer nicht beendet, wie im franz\u00f6sischen Bure. In diesem Zusammenhang sind auch der Kampf gegen den Gro\u00dfflughafen bei Nantes in Frankreich (ZAD) und gegen den Hochgeschwindigkeitszug in Italien (NOTAV) zu nennen oder die K\u00e4mpfe der Ureinwohner_innen gegen die Abholzungen und Brandrodung des Regenwaldes.<\/p>\n<p>Mit unserem Aktionsbeitrag wollen wir nicht die \u201eFridays for Future\u201c Bewegung vereinnahmen &#8211; doch sind wir auch dieser Bewegung zugeh\u00f6rig. Wir unterst\u00fctzen den ausgerufenen Generalstreik, weil wir die Sorgen um unsere Zukunft teilen. Wir haben uns f\u00fcr eine militante Aktion entschieden, weil ein Generalstreik auch mit den Mitteln der Sabotage zu unterst\u00fctzen ist. So streikten bei dem letzten politischen Generalstreik in Deutschland 1948 nicht nur drei Viertel der arbeitenden Bev\u00f6lkerung &#8211; in Wuppertal und L\u00fcbeck unterbrachen die Streikenden sogar die Stromversorgung. Menschen, die nicht p\u00fcnktlich zur Arbeit, zur Schule, zur Universit\u00e4t kommen, verursachen einen wirtschaftlichen Schaden. Deshalb haben wir heute sowohl arbeitende Pendler_innen auf dem Weg zur Arbeit ausgebremst als auch den Reiseverkehr zum Flughafen gezielt angegriffen. Wir sind uns bewusst, dass gegen uns gehetzt wird, militante Aktionen seien nicht \u201efriedlich\u201c. Wir sind uns bewusst, dass man versuchen wird, zwischen friedlichem den Protest auf der Stra\u00dfe mit 100.000 Menschen am Freitag und Sabotageaktionen den Keil der Distanzierungsaufforderungen zu treiben. Aber: Sachen empfinden keine Gewalt! Ein brennender Kabelstrang verhindert lediglich, dass Menschen p\u00fcnktlich \u2013 oder im besten Fall gar nicht zur Arbeit kommen. Ein Generalstreik hat genau dieses zum Ziel \u2013 die wirtschaftlichen Aktivit\u00e4ten zum Erliegen zu bringen. Wir trennen nicht zwischen Streiks an den Schulen, der Arbeit und Blockaden und Sabotageaktionen.<\/p>\n<p>Wenn aber NGOs sich an die \u201eFridays for Future\u201c ranschmei\u00dfen und Empfehlungen geben, dass man sich f\u00fcr den Tag am 20. September auch frei nehmen kann anstatt tats\u00e4chlich unerlaubt der Arbeit fernzubleiben, dann berauben sie die Bewegung ihrer Durchschlagskraft und vor allem sabotieren sie den radikalen Charakter von \u201eFridays for future\u201c. Der Verdi-chef empfahl seinen Mitgliedern \u201eauszustempeln\u201c. Mit einem Schulstreik hat es begonnen und der wurde anf\u00e4nglich auch gegen starken Gegenwind und Repressionsandrohung durchgesetzt. Nun versucht diese Bewegung richtigerweise ihren Schulstreik auf die Ebene des Generalstreiks zu heben und gesellschaftlich breiter zu gestalten.<\/p>\n<p>Wir haben viel Respekt und Sympathie f\u00fcr diesen Schritt hin zu einem Generalstreik. Und wir freuen uns, wenn wir mit unserer Aktion unterst\u00fctzen und vielleicht auch inspirieren konnten.<\/p>\n<p>GENERALSTREIK = SYSTEM CHANGE NOT CLIMATE CHANGE!<\/p>\n<p>J\u00e4hrlich fliegen um die 4 Milliarden Menschen mit dem Flugzeug durch die Welt. In Berlin fliegen j\u00e4hrlich um die 30 Millionen Menschen mit dem Flugzeug. Da sind die Fl\u00fcge des weltweiten Managements. Man fliegt zu den Vorstandsitzungen weltweiter Konzerne und das mehrmals in der Woche. Es gibt in der Luft einen regelrechten Pendelverkehr zur Arbeit: zwischen London, Br\u00fcssel, Paris, Barcelona, New York oder M\u00fcnchen. Die vielfliegerische Herstellung des globalen Dorfs zerst\u00f6rt das Klima und die menschlichen Lebensgrundlagen.<\/p>\n<p>Und es sind die Urlaubsreisenden und die Pauschaltourist_innen, die mehrmals im Jahr Urlaub machen k\u00f6nnen und auch bedenkenlos in L\u00e4nder fliegen, in denen es den Menschen schlecht geht und in denen totalit\u00e4re Regime regieren. Wichtig ist, dass der Sand feink\u00f6rnig ist und der Plastikm\u00fcll in der Nacht von Einheimischen beseitigt wurde. Und nat\u00fcrlich sollten auch keine ertrunkenen Gefl\u00fcchteten angeschwemmt worden sein.<\/p>\n<p>Menschen auf der Flucht stehen die Flieger in der ganz gro\u00dfen Mehrheit nicht zur Verf\u00fcgung, obwohl die Verh\u00e4ltnisse vor Ort zum Fliehen zwingen. Die geile Shoppingmail in New York und die Party in Berlin aber sollen von \u00fcberall erreichbar sein. Immer f\u00fcr die Privilegierten, die die Zeit dazu haben &#8211; und das Geld.<\/p>\n<p>Wer kann fliegen? Was ist der Zweck eines Fluges? Wer hat ein Interesse daran, dass weiter so viel geflogen wird?<\/p>\n<p>Es geht uns nicht alleine ums Klima. Die Umweltzerst\u00f6rung korrespondiert mit der Zerst\u00f6rung von Menschenleben. Im letzten Jahr hungerten weltweit 800 Millionen Menschen. Um die 9 Millionen Menschen starben infolge von Unterern\u00e4hrung. Um die 2 Milliarden Menschen leiden an Mangelern\u00e4hrung und alle zehn Sekunden verhungert ein Kind unter f\u00fcnf Jahren. Gerade mal l\u00e4cherliche 116.000 Gefl\u00fcchtete haben es 2018 geschafft, nach Europa durchzukommen. Tausende sind dabei ertrunken, in der W\u00fcste krepiert oder unterwegs im Auftrag der \u201evorverlagerten EU-Grenzsicherung\u201c ermordet worden \u2013 weil f\u00fcr sie kein Flieger geht.<\/p>\n<p>Reichtum, Umweltzerst\u00f6rung und Flucht h\u00e4ngen zusammen. Der Ressourcenraub in anderen L\u00e4ndern ist die Voraussetzung f\u00fcr gesellschaftlichen Reichtum hierzulande. Dieser Reichtum erm\u00f6glicht die Subventionen f\u00fcr den Flugverkehr, macht die Billigfl\u00fcge erst m\u00f6glich. So ist es f\u00fcr den Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerungen der reichen L\u00e4nder m\u00f6glich, herumzufliegen. Denn es fliegen nicht die Menschen, die kein Geld haben und verfolgt sind, sondern diejenigen, die einen Flug bezahlen k\u00f6nnen oder sich mit Billigfl\u00fcgen kaufen lassen. Und die mit dem \u201erichtigen Pass\u201c, mit der \u201erichtigen Hautfarbe\u201c, die im \u201erichtigen Land\u201c Geborenen.<br \/>\nDie riesigen Umweltzerst\u00f6rungen, die es \u00fcberall auf der Welt gibt, sind ebenso monstr\u00f6s wie die Unmenschlichkeit, mit der Menschen verhungern, verelenden, entwurzelt werden und als Arbeitssklaven weltweit ausgepresst werden. Das riesige Loch am \u201eHambacher Forst\u201c ist nur eine der vielen sichtbaren Verwundungen, die Menschen dem Planeten zuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Es geht nicht um Kohleausstieg alleine \u2013 es geht um den Stopp eines Wachstumswahns und eines Fortschrittsglaubens, der st\u00e4ndig neue Quellen der Verwertung sucht. Dieser \u00f6konomische Fortschrittswahn bringt nichts anderes als weitere Zerst\u00f6rung mit sich. Ob das Auto mit einem Verbrennungsmotor f\u00e4hrt oder mit Strom \u2013 es ist der gleiche Mist in \u201egr\u00fcn\u201c. Denn auch der Strom kommt bekanntlich nicht einfach aus der Steckdose. Und auch das Auto muss hergestellt werden. Und die Batterie ebenso. Aber Greenwashing funktioniert und treibt eine neue Form des aggressiven Kapitalismus weiter. \u00d6ffentlicher Nah- und Fernverkehr wird schleichend abgewickelt, statt dass er umsonst und fl\u00e4chendeckend zur Verf\u00fcgung gestellt wird. Denn so wird der motorisierte oder strombetriebene Individualverkehr konkurrenzlos. Das Stromauto als Carsharingmodell betrieben von Konzernen ist nur eines von weiteren Verwertungsmodellen, aus denen sich Geld machen l\u00e4sst. Wie das \u201esmarte\u201c selbstfahrende Auto. Wie die E-Roller oder das E-Bike. Die Batterien sind nach einem Jahr M\u00fcll.<\/p>\n<p>Die SPD-Umweltministerin spricht es in Bezug auf Klimapolitik aus: \u201eDas was wir hier vorhaben, ist ein unglaubliches Modernisierungsprogramm f\u00fcr unsere gesamte Gesellschaft.\u201c Und die CDU haut in die gleiche Kerbe mit dem Titel: \u201eKlimaeffizientes Deutschland \u2013 mit Innovationen in die Zukunft\u201c. Das \u201eKlimaschutzpaket\u201c vom Freitag ist eine Farce! Too litttle, too late. Zu klein, zu sp\u00e4t. Es geht nie um nachhaltige Produktion, es geht immer nur um Wachstum und mehr Geld verdienen.<\/p>\n<p>Und Gewinn kann man ja auch mit \u201eklimafreundlichen\u201c Produkten machen. Zum Beispiel mit dem strombetriebenen SUV, um mit der dicksten Karre unterwegs sein zu k\u00f6nnen und trotzdem mit reinem \u00d6ko-Gewissen. Auch die Politik kennt nur diesen marktkonformen Modus: Diskutiert wurde u.a. die H\u00f6he einer CO\u00b2-Steuer oder der Emmisionshandel, gleich einer Ablasszahlung. Wenn man ein schlechtes Gewissen hat, darf man sich mit einer Spende an eine gr\u00fcne NGO moralisch freikaufen, wenn man entsprechendes Geld hat. Wir brauchen keine Bezahlung, welche die Zerst\u00f6rung unserer Lebensgrundlagen und des Planeten finanziell zu kompensieren vorgibt. Das ist unm\u00f6glich. Verkauft werden hier CO\u00b2-Kontingente, die der eine aussto\u00dfen d\u00fcrfte, aber nicht aussto\u00dfen muss und deshalb nicht spart, sondern weiterverkauft, weil wer anders sie aussto\u00dfen m\u00f6chte. CO\u00b2-Zertifikate-Handel erh\u00f6ht den Aussto\u00df, statt ihn zu verringern.<\/p>\n<p>Auch der Ausstieg aus der Kohle greift zu kurz. Oder soll Treibstoff aus Pflanzen die L\u00f6sung sein, von brandgerodeten Urwaldb\u00f6den? Es geht um alles! Die sozialen Ungleichheiten und Konflikte versch\u00e4rfen sich durch die Klimakrise. Und die Folgen treffen als erstes und am schlimmsten die Menschen im globalen S\u00fcden. So wie das Klima keine Grenzen kennt, so erkennen wir auch keine Grenzen an, die den Menschen die Flucht vor Umweltsch\u00e4den, Katastrophen, Krieg und Hunger verwehren!<\/p>\n<p>DARUM: DAS NOTWENDIGE IST ZU TUN NICHT DAS MACHBARE!<\/p>\n<p>Auf das Machbare versuchen uns die M\u00e4chtigen zu reduzieren \u2013 nicht mit uns!<br \/>\nEs braucht weltweit gesellschaftliche L\u00f6sungen \u2013 die m\u00fcssten sich gemeinschaftlich, sozial und \u00f6kologisch entwickeln. Diesen L\u00f6sungen steht ein System der weltweiten Ausbeutung und der staatlichen und para-staatlichen Gewalt entgegen. Deswegen braucht es eine revolution\u00e4re Ver\u00e4nderung. Ohne die wird es auch keine Reduktion des CO\u00b2-Aussto\u00dfes geben.<br \/>\nDie globalen sozialen Ver\u00e4nderungen, die der Klimawandel mit sich bringt, sind heute schon unertr\u00e4glich. Ein Generalstreik, der sich nicht an die Legalit\u00e4t des Systems h\u00e4lt, der nicht eingebaut und integriert werden kann, sondern der wirtschaftlichen Schaden durch den Entzug der Arbeitskraft verursacht, kann und soll die M\u00e4chtigen, ihre Parteien und ihre Konzerne, ihre Polizei und ihr Milit\u00e4r in die Defensive bringen.<\/p>\n<p>Was dann passieren k\u00f6nnte, werden wir noch entdecken.<\/p>\n<p>Vulkangruppe Ok \/ Friday for Future im Generalstreik<\/p>\n<p>Wir zitieren aus einer Aktion einer Vulkangruppe aus dem Jahre 2013:<br \/>\n\u201eEin politischer Generalstreik wird in Deutschland absehbar nicht unter Beteiligung der Gewerkschaftsapparate und der Parteien zu machen sein. Ein Generalstreik kommt von unten, von au\u00dferhalb der Parlamente, gegen diese und ihre formaldemokratischen Spektakel: Wahlk\u00e4mpfe und die damit verbundenen periodischen F\u00fchrungspersonalwechsel. Wir arbeiten mit unseren Mitteln an der Blockade der Metropole. (\u2026) Wir agieren und formulieren ausdr\u00fccklich aus der Defensive, in der sich hiesige soziale Bewegung angesichts des neoliberalen Angriffes, den wir seit mehr als 30 Jahren durchmachen, nach wie vor befindet. Dennoch halten wir den Gedanken an die Machbarkeit eines internationalen und politischen Generalstreiks hoch, aber nicht als tr\u00e4umerische Illusion oder \u00fcberhebliche Avantgarde-Inszenierung.(\u2026) Die Sabotage als Streik gedacht, als Bruch mit den einge\u00fcbten Abl\u00e4ufen im Alltag, als Unterbrechung des t\u00e4glichen Funktionierens im Netzwerk (fr\u00fcher im industriellen Zusammenhang: R\u00e4derwerk), bricht auch mit der Komplizenschaft durch Mit- oder Nichtstun. (\u2026) Die Kritik, wir tr\u00e4fen mit unserer Aktion nicht die Richtigen, nehmen wir vorweg und sagen: Diese Kritik setzt bewusst oder unbewusst voraus, dass es eindeutig Richtige g\u00e4be, die es zu treffen g\u00e4lte. Gibt es aber nicht. Wir greifen die Infrastruktur an, um das Netz zu zerrei\u00dfen, um die Dynamiken der Abl\u00e4ufe zu stoppen, die uns alle in dieses Macht- und Ausbeutungssystem einweben und zu Komplizen und Komplizinnen von Zerst\u00f6rung und Mord machen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas Grollen des Eyjafjallaj\u00f6kull\u201c brachte das auf die Formel \u201eSabotage als Streik\u201c und erkl\u00e4rte weiter: \u201eNichts erscheint unwahrscheinlicher als ein allgemeiner Streik, als die allgemeine soziale Sabotage, die das Kontinuum der unentwegten Ausbeutung, Unterdr\u00fcckung und Zerst\u00f6rung unterbricht \u2013 und nichts ist notwendiger. (&#8230;) Die Netzwerkinfrastrukturen, die uns einbinden und das Funktionieren des zerst\u00f6rerischen Alltags sind kaputtbar.\u201c<\/p>\n<p>Zitate: \u201eVulkan Grimsv\u00f6tn. W\u00fcrde Freiheit Gerechtigkeit\u201c 2.5.2013<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/37756\">Indymedia<\/a> (Tor)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 23. September 2019 Unmissverst\u00e4ndlich hat \u201eFridays for Future\u201c zu einem Generalstreik aufgerufen. Das Notwendige ist zu tun \u2013 nicht das Machbare! Wir begr\u00fc\u00dfen einen Generalstreik, der die wirtschaftlichen Interessen in Frage stellt. Appelle an die Politik sind sinnlos. Die Wirtschaft entscheidet \u00fcber die Zukunft. Ein Generalstreik hat genau dieses zum Ziel \u2013 die wirtschaftlichen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":12080,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[24],"class_list":["post-10825","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-de","tag-berlin"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10825","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/12080"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10825"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10825\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10825"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10825"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10825"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}