{"id":10774,"date":"2019-09-03T00:00:27","date_gmt":"2019-09-02T22:00:27","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=10774"},"modified":"2019-09-03T00:00:27","modified_gmt":"2019-09-02T22:00:27","slug":"mietfahrraeder-und-e-scooter-beschaedigt-und-im-wasser-versenkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=10774","title":{"rendered":"Mietfahrr\u00e4der und E-Scooter besch\u00e4digt und im Wasser versenkt"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2019\/09\/42060.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-10775\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2019\/09\/42060-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\"><\/a>Berlin<\/strong>, September 2019<\/p>\n<blockquote><p>Seit ungef\u00e4hr einer Woche l\u00e4uft die autonome Kampagne \u201cUber pl\u00e4tten\u201d. Wir wollen euch die vielen Zusendungen und tollen Twitter-Reaktionen nat\u00fcrlich nicht vorenthalten und pr\u00e4sentieren voller Stolz die erste Ausbeute an gepl\u00e4tteten Jump-R\u00e4dern.<br \/>\nZahlreiche gepl\u00e4ttete Bikes finden sich aktuell in Friedrichshain, Kreuzberg, Mitte und Tiergarten. Gerade den Westen der Stadt solls wohl besonders hart getroffen haben. Berichten zufolge finden sich in Sch\u00f6neberg, Wilmersdorf und Tiergarten sogar rund 150 gepl\u00e4ttete Ausbeutungs-R\u00e4der. Weiter so und vielen Dank an alle Verursacher*innen!<!--more--><\/p>\n<p>Werdet aktiv gegen Ausbeutung &amp; Kapitalismus!<br \/>\nGespannt warten wir auf die ersten offiziellen Reaktionen vom Drecksunternehmen Uber, die sicherlich nicht mehr lange auf sich warten lassen.<\/p>\n<p>Aufruf: de.indymedia.org\/node\/36674<br \/>\nBlog: uberplaetten.blackblogs.org<br \/>\nMail: uberplaetten@riseup.net<\/p>\n<p>Nutzt f\u00fcr Einsendungen Anonymisierungsdienste wie den Browser Tor und PGP- Emailverschl\u00fcsselung!<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/37081\">Indymedia<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>UNSERE THEORIE: Kommunikation durch PRAXIS. Angriff 3<\/p>\n<p>&#8230; Aber wieso nicht genau hier ansetzen? Selbst wenn wir nicht wissen wie genau die immer wieder genannten Algorithmen zur Kontrolle und die eingesetzten KI (k\u00fcnstliche Intelligenz) funktionieren oder auch nur wie sehr der Streifenplan an tats\u00e4chlichen Wahrscheinlichkeiten ausgerichtet wird, k\u00f6nnen wir sagen, dass es \u201esystematisch\u201c passiert. Gleicherma\u00dfen richten sich Ermittlungen in hohem Ma\u00dfe nach Strukturen und Statistiken, die eine Aktion d, \u00fcber das Themengebiet c, einem Personenkreis potentieller T\u00e4ter*Innen b, als Folge f\u00fcr das Ereignis a herleiten lassen.<\/p>\n<p>Unsere logische Organisierung wird also dort zur Gefahr, wo sie dazu f\u00fchrt, dass wir auf dem Terrain des Feindes agieren. Da wo wir Mustern folgen die uns sch\u00fctzen, werden wir gleichzeitig berechenbar; oft aber auch nochtr\u00e4ger, als wir es eh schon sind. Viele der heute durchgef\u00fchrten illegalen Aktionen zeugen von einem h\u00f6heren Grad an Organisierung, gro\u00dfem Zeit- und Planungsaufwand oder auch fortgeschrittenem technischen Know-How (https:\/\/de.indymedia.org\/node\/32606). Scheinbar vorbei sind die Zeiten der spontanen Ausbr\u00fcche, die nat\u00fcrlich mit einem gr\u00f6\u00dferen Risiko verbunden, daf\u00fcr aber zeitnah allt\u00e4glichen Horror offensiv kommentieren. Ausbr\u00fcche, die an die individuellen Emotionen anzukn\u00fcpfen wissen und oft vergessene Kr\u00e4fte auf einmal befreien. Uns zeigen, dass Nichts so unverwundbar ist, wie es oft scheint. Unmittelbar, leicht verst\u00e4ndlich, ein wenig durcheinander und vor allem spontan!<\/p>\n<p>Dem Ansatz folgend haben wir uns zum Ziel gesetzt in m\u00f6glichst kurzer Zeit, immer wenn es gerade passt Ziele der Smart-City ausfindig und unsch\u00e4dlich zu machen. E-Roller und E-Fahrr\u00e4der, die uns mit ihrem eingebauten GPS, in Kombination mit einer Smartphone App, auf Schritt und Tritt verfolgen sollen. Die, die Algorithmen der \u00dcberwachung pausenlos versorgen, die nicht nur an die Beh\u00f6rden sondern auch an die Werbeindustrie geliefert werden gibt es mittlerweile an jeder Ecke. Ob Uber, Tier, Lime, Donkey Republic, Circ, voi. oder wer auch immer war uns dabei herzlich egal. Wir haben 59 von ihnen einer Qualit\u00e4tspr\u00fcfung unterzogen, indem wir sie in die Kan\u00e4le von Berlin und in die Spree geschmissen haben. Ins Wasser, damit ihre Bergung und In-Stand-Setzung m\u00f6glichst teuer wird. Um zu zeigen, dass nicht jede sinnvolle Aktion unz\u00e4hliger Stunden von Planung, sondern manchmal nur offener Augen und beherzten Eingreifens bedarf.<\/p>\n<p>Um nicht nur Theorie zu verbreiten und auch diese Aktion als Mittel zu nutzen, um mit Kompliz*Innen in Kontakt zu treten (https:\/\/de.indymedia.org\/node\/30918), gehen solidarische Gr\u00fc\u00dfe an die Drei von der Parkbank! Wie die Aktionen der letzten Wochen zeigen, seid ihr nicht allein.<\/p>\n<p>&#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/36943\">Indymedia<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Im n\u00f6rdlichen Neuk\u00f6lln ist es besonders augenf\u00e4llig: Leihr\u00e4der allerorten, aber die Masse von ihnen ist vor allem eins &#8211; unbrauchbar, weil die Reifen platt sind. Auch andere Berliner Bezirke sind von dem Ph\u00e4nomen betroffen. Wie die \u201eBerliner Zeitung\u201c nun berichtet, liegt das wohl nicht nur am hohen Nutzerinteresse, sondern auch daran, dass eine bestimmte Gruppe innerhalb der Stadt der neuen Sharing-Mobilit\u00e4t insgesamt den Krieg erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Auf dem Portal Indymedia kursieren derzeit zwei Aufrufe, in denen zum einen dazu aufgefordert wird, insbesondere die R\u00e4der der US-Firma Uber (Jump) planm\u00e4\u00dfig zu sabotieren (Uber pl\u00e4tten! Ausbeutung &amp; Kapitalismus den Kampf ansagen!). In einem anderen Text mit der \u00dcberschrift \u201eGreta und Kenny hassen E-Scooter\u201c wird darauf hingewiesen, dass auch die neuen Leihroller zum einen umweltsch\u00e4dlicher als gedacht sind (hoher Verschlei\u00df der Roller, Seltene Erden, die in den Batterien verbaut werden) und auch ein Mittel der Gentrifizierung sind \u2013 sie w\u00fcrden n\u00e4mlich angeblich vor allem von Touristen oder \u201eHipstern\u201c gebraucht, die sich die teils krass hohen Ausleihgeb\u00fchren von bis zu zehn Euro pro Stunde angeblich leisten k\u00f6nnen und wollen, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>Als Mittel gegen die E-Scooter werden unter anderem wohlplatzierte Aufkleber angegeben (ohne lesbaren QR-Code ist eine Ausleihe nicht m\u00f6glich), das Anbinden gleich mehrerer Roller durch Kabelschl\u00f6sser oder aber eine besonders radikale L\u00f6sung: \u201eIn vielen St\u00e4dten Europas werden die Scooter in Geb\u00fcschen oder Fl\u00fcssen versenkt.\u201c Insbesondere in Paris wurden in den vergangenen Monaten tats\u00e4chlich zahlreiche Roller in der Seine versenkt, wie diverse Medien berichteten.<\/p>\n<p>\u201eSolidarit\u00e4t\u201c mit Uber-Fahrer &#8211; per Sachbesch\u00e4digung<\/p>\n<p>Uber-R\u00e4der wiederum sind den Aktivisten insbesondere wegen der dahinterstehenden Besch\u00e4ftigungsformen ein Dorn im Auge. Die US-Firma, die zun\u00e4chst Taxifahrern mit ihrer Personenbef\u00f6rderung durch Privatleute den Kampf angesagt hat, mache dabei Gebrauch von \u201eausbeuterischem Plattformkapitalismus in Reinform\u201c, hei\u00dft es auf Indymedia. Den Fahrern bleibe nur ein Bruchteil des Erl\u00f6ses, der Rest gehe an Uber. Aus \u201eSolidarit\u00e4t\u201c mit den Uber-Fahrern gelte es nun, die R\u00e4der zu \u201esabotieren\u201c.<\/p>\n<p>Unverbl\u00fcmt hei\u00dft es: \u201eStecht den be\u2026 Fahrr\u00e4dern, wo immer ihr ihnen begegnet, die Reifen auf!\u201c Durch \u201eReparatur- und Ausfallkosten\u201c w\u00fcrde bei \u201edem Konzern, seinen Subunternehmen und dessen Versicherungen\u201c einiges an Kosten anfallen, hei\u00dft es. Ein Taschenmesser oder ein \u201espitzer Schraubenzieher\u201c w\u00fcrden schlie\u00dflich immer in die Hosentasche passen.<\/p>\n<p>Besonders gelungene \u201ePl\u00e4tt-Aktionen\u201c sollen anschlie\u00dfend fotografisch dokumentiert werden, eine entsprechende E-Mail-Adresse zum Einsenden wird mitgeliefert sowie der wohlmeinende Rat: \u201eNicht erwischen lassen!\u201c Offizielle Zahlen, wie viele Uber-R\u00e4der tats\u00e4chlich von Vandalismus betroffen sind, gibt es noch nicht, aber auch andere Berliner Tageszeitungen melden die Beobachtung, dass insbesondere an den touristischen Hotspots wie etwa am Tempelhofer Feld zahlreiche fahrunt\u00fcchtige Gef\u00e4hrte stehen.<\/p>\n<p>Die \u201eBerliner Morgenpost\u201c will zudem noch eine neue, gef\u00e4hrliche Form des Vandalismus entdeckt haben: Sie sah R\u00e4der, an denen die Bremsschl\u00e4uche durchtrennt waren. Betroffen waren diesmal R\u00e4der der Firma Nextbike und Lidl. \u201eDas ist kein dummer Streich, das ist lebensgef\u00e4hrlich\u201c, sagte eine Sprecherin von Nextbike dem Blatt. Man habe die F\u00e4lle zur Anzeige gebracht, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>Ungef\u00e4hrlicher, aber daf\u00fcr noch brachialer waren Unbekannte in den Berliner Bezirken Lichtenberg und Friedrichshain, wie die \u201eBerliner Zeitung\u201c meldet. Sie z\u00fcndeten die Gef\u00e4hrte einfach an.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: Welt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, September 2019 Seit ungef\u00e4hr einer Woche l\u00e4uft die autonome Kampagne \u201cUber pl\u00e4tten\u201d. Wir wollen euch die vielen Zusendungen und tollen Twitter-Reaktionen nat\u00fcrlich nicht vorenthalten und pr\u00e4sentieren voller Stolz die erste Ausbeute an gepl\u00e4tteten Jump-R\u00e4dern. Zahlreiche gepl\u00e4ttete Bikes finden sich aktuell in Friedrichshain, Kreuzberg, Mitte und Tiergarten. 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