{"id":10511,"date":"2019-08-16T00:00:58","date_gmt":"2019-08-15T22:00:58","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=10511"},"modified":"2019-08-16T00:00:58","modified_gmt":"2019-08-15T22:00:58","slug":"feuer-an-fahrzeug-eines-immobilienunternehmens-gelegt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=10511","title":{"rendered":"Feuer an Fahrzeug der CG-Gruppe"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin<\/strong>, 16. August 2019<\/p>\n<blockquote><p>\u201eEs hilft alles nichts, die Immobilienunternehmen m\u00fcssen enteignet werden.\u201c<\/p>\n<p>Das \u201eNeue sozialrevolution\u00e4re Stadtentwicklungsprogramm \u2013 nicht nur f\u00fcr Berlin\u201c(siehe Indymedia, https:\/\/de.indymedia.org\/node\/34524) ist ein wichtiger Bezugspunkt f\u00fcr militante Gruppen und sollte es auch f\u00fcr radikale, legal arbeitende Strukturen sein. Mit einer Aktion wollen wir die darin formulierten Positionen best\u00e4rken. Wir hoffen auf eine aktive Verbreitung dieser Texte.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDie Kritik an der Kampagne \u201eDeutsche Wohnen enteignen\u201c zeigt die Inhalte der sozialrevolution\u00e4ren Kraft dieser und anderer St\u00e4dte, die seit vielen Jahren besonders bei den K\u00e4mpfen gegen die steigenden Wohnraumpreise zum Ausdruck kommen. Wieder einmal zeigt sich und muss erw\u00e4hnt werden, dass die Enteignung der Reichen und M\u00e4chtigen nicht nur das richtige Ziel ist, sondern auch als Forderung breiten Anklang in der Gesellschaft findet. Die aktuelle Kampagne gegen DW arbeitet aber nicht f\u00fcr die Enteignung der Immobilienkonzerne, sondern f\u00fcr die Ausl\u00f6se des Wohnraumes zu aktuellen Marktpreisen, also die Realisierung des Gewinnes. Der Mi\u00dfbrauch der revolution\u00e4ren Parole der Enteignung ist der Versuch, Sozialdemokratie in unseren K\u00e4mpfen zu etablieren. Das zeigt sich schon dadurch, dass bis hin zur SPD Zuspruch und Unterst\u00fctzung f\u00fcr die vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen vorhanden ist. Unsere K\u00e4mpfe sind frei zu halten von Parteien und m\u00fcssen in Position gehen gegen die naive und\/oder korrumpierte Linke, die heute im eigentlichen Sinne einfach nur eine R\u00fcckkaufkampagne entlang der Gewinnerwartungen der Immobilienwirtschaft betreibt.<\/p>\n<p>Wir werden also auch nach dem belanglosen Scheitern oder Durchsetzen der Kampagne \u201eDW enteignen\u201c daran festhalten, dass es eine Praxis der Enteignung geben muss. Diese l\u00e4sst sich nicht durch Petitionen oder harmlose Demonstrationen* durchsetzen. Wirkliche Enteignung setzt eine Besch\u00e4ftigung mit der Frage der (Gegen-)Gewalt voraus. Das Thema insgesamt, da stimmen wir dem neuen sozialrevolution\u00e4ren Stadtentwicklungsprogramm zu, ist von linker und anarchistischer Seite durch eine jahrelange Kontinuit\u00e4t, Praxis und Ansprechbarkeit und einer Offenheit gegen\u00fcber B\u00fcrgerlichen und Gestrandeten im Kapitalismus gleicherma\u00dfen gesetzt. #Besetzen ist unser gerade sichtbarster Ausdruck und definitiv wird es darum gehen, diese militant zu verteidigen oder durch Masse von Menschenk\u00f6rpern abzusichern und den Bullen das durchkommen unm\u00f6glich zu machen.<\/p>\n<p>Diese K\u00f6rper werden nicht irgendwelche K\u00f6rper sein, \u201esondern Menschen, mit dem Willen, auch ein von R\u00e4umung bedrohtes Haus, Mieter*in, Zwangsger\u00e4umte, ein Haus im Mietstreik kollektiv und verantwortlich zu sch\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>In einem Punkt gehen wir weiter als die Autor*innen des neuen revolution\u00e4ren Stadtentwicklungsprogramms: zum jetzigen Zeitpunkt sprechen wir uns grunds\u00e4tzlich gegen Neubauten aus, da sie in jedem Fall finanziellen und machtpolitischen Interessen dienen. Guter, sozial vertr\u00e4glicher Wohnraum kann nur dort entstehen, wo die Reichen wieder verdr\u00e4ngt werden. Das, was wir nicht enteignen k\u00f6nnen, ist Ziel unserer Anschl\u00e4ge.<\/p>\n<p>Deshalb fordern wir von den offen auftretenden Zusammenschl\u00fcssen von Mieter*innen, Stadtteil-Initiativen etc.: stellt euch demonstrativ hinter Aktionen wie die drei abgefackelten Autos der DW, von der sich die Kampagnenheinze von \u201eDW enteignen\u201c distanziert haben. Als militante Gruppen sind wir Teil der radikalen Bewegung und f\u00fcr euch erreichbar! Setzt euch zu praktischen Ans\u00e4tzen der (Gegen-)Gewalt in Bezug und fordert gerne direkte Unterst\u00fctzung an!<\/p>\n<p>Wir sprechen uns f\u00fcr die Einheit militanter und offen\/legal agierender Gruppen und Individuen aus. Die Angriffe auf die Reproduktionssph\u00e4re der Reichen, die Mietendemos, die Besetzungen und Angriffe auf Produktionsmittel wie eben Firmenw\u00e4gen m\u00fcssen wir zusammen denken und MEHR in Bezug setzen.<\/p>\n<p>Einen Firmenwagen der stadtein und stadtaus bekannten CG-Gruppe haben wir am Freitag, den 16. August in Lichtenberg abgefackelt. Dabei haben wir eine kleine, pr\u00e4zise Ladung mit Zeitz\u00fcnder unter dem Wagen platziert. Der Presse war zu entnehmen, dass das Feuer sich auf das Ziel beschr\u00e4nkte und schnell einged\u00e4mmt werden konnte.<\/p>\n<p>Wer (wie die CG-Gruppe) Friedrichshain und andere umk\u00e4mpfte Viertel der Stadt als Goldgrube betrachtet, aus der nur noch die Aufs\u00e4ssigen vertrieben werden m\u00fcssen, egal ob es die Liebig34 ist oder Mieter*innen der unteren Einkommensschichten oder Wohnungslose, wird sich auf einen zunehmenden Schriftwechsel mit der Versicherung einstellen m\u00fcssen. Insbesondere werden die materiellen Sch\u00e4den der letzten \u201eJede R\u00e4umung hat ihren Preis\u201c &#8211; Kampagnen, Peanuts sein im Vergleich zu dem, was der n\u00e4chste Angriff von Investoren und Bullen ausl\u00f6sen wird.<\/p>\n<p>*harmlos sind wir in dem Moment nicht mehr, wenn auf unseren Demos eine Gewalt zum Ausdruck kommt. Das muss nicht zwangsl\u00e4ufig durch einen unfriedlichen Verlauf passieren, sondern die \u00c4u\u00dferung des Willens zur (Gegen-)Gewalt.<\/p>\n<p>Liste einiger der Anschl\u00e4ge der Vergangenheit auf das, was wir der CG-Gruppe momentan nicht entrei\u00dfen k\u00f6nnen (Gefunden bei https:\/\/chronik.blackblogs.org):<\/p>\n<p>23. Juni 2016<\/p>\n<p>Es brennen sieben Fahrzeuge der CG-Gruppe in Leipzig<\/p>\n<p>25. Juli 2016<\/p>\n<p>Beschmutzung eines Neubaus der CG-Gruppe in Leipzig durch Farbe<\/p>\n<p>6. Juli 2018<\/p>\n<p>Ein B\u00fcro der CG-Gruppe in Berlin wird entglast<\/p>\n<p>31.8.2018<\/p>\n<p>Scheiben bei der Privaten Penthouse-Wohnung von Christoph Gr\u00f6ner, dem Chef der nach ihm benannten CG-Gruppe, werden in K\u00f6ln eingeworfen<\/p>\n<p>Angriffe auf Partner der CG-Gruppe:<\/p>\n<p>14. April 2016<\/p>\n<p>Angriff auf Stadtraumnutzung e.V., die mit der CG-Gruppe zusammenarbeiten<\/p>\n<p>13. Dezember 2016<\/p>\n<p>Steine und Farbe gegen \u201ehomuth und partner architekten\u201c, die f\u00fcr die CG-Gruppe planen<\/p>\n<p>24. April 2017<\/p>\n<p>Brands\u00e4tze an Motoren von zwei Baggern von STRABAG\/Z\u00fcblin. Die Firma baut gemeinsam mit der CG-Gruppe.<\/p>\n<p>28.5.2017<\/p>\n<p>Brennen zwei Transporter der Richter Media Group, \u00fcbernimmt f\u00fcr die CG-Gruppe das visuelle Marketing und Werbung<\/p>\n<p>24. Mai 2017<\/p>\n<p>Zerst\u00f6rungen an mehrere Fahrzeuge und Baumaschinen von STRABAG an verschiedenen Orten in Berlin.<\/p>\n<p>26. Juli 2017<\/p>\n<p>LKW von STRABAG angez\u00fcndet.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/36703\">Indymedia<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Am fr\u00fchen Freitagmorgen verhinderten Polizei und ein Augenzeuge in der Vulkanstra\u00dfe in Lichtenberg eine Brandstiftung an einem Transporter eines Immobilienunternehmens. Die Beamten konnten die Flammen unter dem Transporter mit einem Feuerl\u00f6scher ersticken. Die Feuerwehr f\u00fchrte noch eine Kontrolle durch, konnte aber z\u00fcgig wieder abr\u00fccken. Ein Brandkommissariat ermittelt.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/www.bz-berlin.de\/liveticker\/polizei-verhindern-autobrandstiftung\">BZ<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 16. 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