{"id":10340,"date":"2019-06-23T00:00:14","date_gmt":"2019-06-22T22:00:14","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=10340"},"modified":"2019-06-23T00:00:14","modified_gmt":"2019-06-22T22:00:14","slug":"glasbruch-und-farbe-gegen-buero-der-deutsche-wohnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=10340","title":{"rendered":"Glasbruch und Farbe gegen B\u00fcro der Deutsche Wohnen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin<\/strong>, 23. Juni 2019<\/p>\n<blockquote><p>in der letzten woche wurde der miedendeckl beschlossen. \u00fcberall wird von einem ersten erfolg der neuen mietprotest offensive in diesem jahr gesprochen. so ist es allen klar, dass es nur ein versuch war, das laufende volksbegehren &#8220;deutsche wohnen und co enteignen&#8221; den wind aus den seegeln zu nehmen. es ist der versuch, eine debatte um eingentumsverh\u00e4ltnisse zu unterlaufen, um so jene stadtpolitik die alles verscherbelt hat zu kaschieren. es war der rot rote senat unter wowereit der 2004 die gsw, sw, gehag, bewag, aber auch die wasserbetriebe und die gasag privatisierte.<!--more--><\/p>\n<p>meitendeckel? auf den deckel! besuch bei der dw<\/p>\n<p>in der letzten woche wurde der miedendeckl beschlossen. \u00fcberall wird von einem ersten erfolg der neuen mietprotest offensive in diesem jahr gesprochen. so ist es allen klar, dass es nur ein versuch war, das laufende volksbegehren &#8220;deutsche wohnen und co enteignen&#8221; den wind aus den seegeln zu nehmen. es ist der versuch, eine debatte um eingentumsverh\u00e4ltnisse zu unterlaufen, um so jene stadtpolitik die alles verscherbelt hat zu kaschieren. es war der rot rote senat unter wowereit der 2004 die gsw, sw, gehag, bewag, aber auch die wasserbetriebe und die gasag privatisierte.<br \/>\nwenn also nun der mietendeckl duch r2g eingef\u00fchrt wird, ist dies keine wiedergutmachung begannener fehler, denn das w\u00e4re die rekommunalisierung. es ist lediglich das eingest\u00e4ndniss, dass die &#8220;freien kr\u00e4fte des marktes&#8221; sich nicht von &#8220;selbst regulieren&#8221;. wer nun glaubt der staat k\u00f6nnte so den mietenwahnsinn im sinne einer sozialen marktwitschaft wieder richten, der wird sicher vom deckel genauso ent\u00e4uscht werden, wie von der 2015 eingef\u00fchrten mietpreisbremse.<br \/>\nauf einem so umk\u00e4mpften markt wie dem berliner wohungsmarkt flattert p\u00fcnktlich, kurz vor dem deckel, prompt eine mieterh\u00f6hung ins haus. zudem sind so gro\u00dfe akteurinnen wie die dw erfinderisch genung, immer neue schlupfl\u00f6cher zu finden. bereits jetzt sind sie f\u00fcr hohe nebenkosten und schlechten service bekannt. ganz dem motto, wenn nicht die miete steigt, dann wenigstens die nebenkosten. aber vor allem fragen wir uns: seit wann sch\u00fctzt das recht die armen in einem staat? es dient lediglich dazu, die unterdr\u00fcckten etwas wehniger leiden zu lassen. so wird auch dieses gesetz auch nur dazu dienen, bestehende konflikte auf dem wohnungsmarkt nicht weiter zu eskalieren, um es dann schlussendlich von der klassenjustiz wieder kippen zu lassen.<\/p>\n<p>sicher, es k\u00f6nnte ein erster erfolg sein, doch lassen wir uns nicht von einer blinden hoffnung in die palamentarische demokratie t\u00e4uschen, in der uns das volksbegehren oder die demonstrationsfreiheit als eine form des korrektivs zugestanden werden, dies allerdings nur, solange sie die machtverh\u00e4ltnisse nicht in frage stellen. statt wie bei den wahlen ein kreuz zu machen um dann die verantwortung f\u00fcr das politische geschehen 4 jahre in fremde h\u00e4nde zu legen, geben wir nun eine unterschrift ab umd hoffen darauf das jene partein, die all das privatisiert haben, es nun aber endlich richten werden.<br \/>\nder volksentscheid greift die diskursverschiebung von #besetzen auf und ent- radikalisiert sie, denn das einzig emanzipatorische von &#8220;deutsche wohnen und co enteigenen&#8221; ist ihr name. nichts und niemand wird enteignet, es wird vorallem das zur\u00fcckgekauft, was vor jahren der kommunale wohungsbau war. w\u00e4hrend die #besetzen kampange eine selbstbestimmte aneingung war, wird nun wieder an die politik appeliert.<\/p>\n<p>wenn sich nun die politik bewegt, ist es nicht der druck der stra\u00dfe der sie zum einlenken gebracht hat, viel mehr ist es die angst vor dem druck von der stra\u00dfe. in so vielen stra\u00dfen sehen wir nun wimpel aus den fenstern h\u00e4ngen, die den unmut mit der stadtpolitik zum ausdruck bringen, aber auch sich wehrende hausgemeinschaften, 40.000 menschen auf der mietenwahnsinn demo, oder die immer wieder statfindende besetzungen. all das sind f\u00fcr uns lediglich vorzeichen.<br \/>\nprojekte wie die l34, das syndikat, die potse, die meute oder der widerstrand stellen in aller konsequenz die eigentumsfrage. sie nehmen sich das was uns zusteht und schaffen einen selbstbestimmten raum jenseits von politischem gelaber. sie zeigen, wenn wir das wohnungsproblem l\u00f6sen wollen, m\u00fcssen wir weiter machen und die eigentumsfrage ganz praktisch beantworten. sie sind richtungsweisend f\u00fcr eine emanzipatorische stadt von unten.<\/p>\n<p>solidarit\u00e4t hei\u00dft angriff<\/p>\n<p>unsere beitrag zu all dem, war ein n\u00e4chtlicher besuch am 23.06 bei der deutschen wohnen in der hufeisensiedlung. mit hammer und farbe brachten wir unseren unmut zum ausdruck.<\/p>\n<p>unser begehren ist das aufbegehren<br \/>\nenteignung selber machen<br \/>\naneignung jetzt<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/34109\">Indymedia<\/a> (Tor)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>In der Nacht auf Montag wurde das B\u00fcro des Immobilienkonzerns Deutsche Wohnen an der Fritz-Reuter-Allee in Britz angegriffen. Ein Zeuge beobachtete, wie zwei bislang Unbekannte gegen 2.30 Uhr Glasscheiben des B\u00fcros besch\u00e4digten. Anschlie\u00dfend beschmierten die T\u00e4ter vier Autos der Wohnungsgesellschaft mit roter Farbe. Der Zeuge alarmierte daraufhin die Polizei. Der Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin hat mittlerweile die Ermittlungen \u00fcbernommen, wie die Polizei Berlin mitteilte.<\/p>\n<p>Seit Monaten Kritik an Deutsche Wohnen<\/p>\n<p>Die Deutsche Wohnen steht seit Monaten in der Diskussion um steigende Mieten in der Kritik. Der an der B\u00f6rse notierte Immobilienkonzern bewirtschaftet in Berlin rund 110.000 Wohnungen und geh\u00f6rt damit zu den gr\u00f6\u00dften Immobilienbesitzern der Stadt. In den vergangenen Monaten hatte zudem die Initiative \u201eDeutsche Wohnen &amp; Co enteignen\u201c 77.000 Unterschriften gesammelt und damit die erste H\u00fcrde f\u00fcr ein Volksbegehren genommen.<\/p>\n<p>Am Sonnabend hatte die Deutsche Wohnen jedoch mit einer Selbstverpflichtung auf der konzerneigenen Internetseite auf die Debatte regiert: Demnach sollen ab 1. Juli k\u00fcnftige Mieterh\u00f6hungen so begrenzt werden, dass ein Haushalt maximal 30 Prozent seines Nettoeinkommens f\u00fcr die Nettokaltmiete aufwenden m\u00fcsse. Zudem solle jede vierte neu zu vermietende Wohnung an Mieter mit Anspruch auf eine Sozialwohnung vergeben werden.<br \/>\nDeutsche Wohnen will Mieterh\u00f6hungen auf 30 Prozent des Nettoeinkommens begrenzen<\/p>\n<p>Die freiwillige Selbstverpflichtung der Deutsche Wohnen soll zun\u00e4chst f\u00fcr f\u00fcnf Jahre in ganz Deutschland gelten \u2013 auch dann, wenn der Mietspiegel weitere Erh\u00f6hungen erlaube, hei\u00dft es in der Erkl\u00e4rung. Bereits bestehende Vereinbarungen zwischen der Deutsche Wohnen und einzelnen Mietern, die im Vergleich mit der neuen Selbstverpflichtung f\u00fcr die Mieter vorteilhafter sind, blieben bestehen. Das Unternehmen schreibt aber auch: Weitere \u201eregulatorische Eingriffe in das Mietrecht\u201c k\u00f6nnten dazu f\u00fchren, dass die Selbstverpflichtung wieder zur\u00fcckgenommen werde.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/bezirke\/neukoelln\/article226270297\/Buero-von-Deutsche-Wohnen-in-Neukoelln-angegriffen.html\">Berliner Morgenpost<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 23. 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