{"id":10219,"date":"2019-05-26T00:00:55","date_gmt":"2019-05-25T22:00:55","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=10219"},"modified":"2019-05-26T00:00:55","modified_gmt":"2019-05-25T22:00:55","slug":"angriffe-auf-die-polizei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=10219","title":{"rendered":"Angriffe auf die Polizei"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2019\/05\/bre5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-10230 size-medium\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2019\/05\/bre5-300x168.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"168\"><\/a><\/p>\n<p><strong>Bremen<\/strong>, 26. Mai 2019<\/p>\n<blockquote><p>Wir w\u00e4hlen den Angriff!<\/p>\n<p>Randale und Fu\u00dfball am Eck: Brennende Reifen, Stein- und Flaschenw\u00fcrfe auf Bullen und klirrende Scheiben.<\/p>\n<p>Angriffe auf Bulleninfrastruktur mit Farbe, Steinen und H\u00e4mmern:<\/p>\n<p>Wache am Wall<br \/>\nWache in Gr\u00f6pelingen<br \/>\nWache in Woltmershausen<!--more--><\/p>\n<p>\u201eDie Polizei muss in Bremen wieder die schlagkr\u00e4ftigste Familie werden!\u201c (FDP Bremen, B\u00fcrgerschaftswahlkampf 2019)<\/p>\n<p>Der Polizeiapparat kann auf unterschiedliche Weise wirken. Zum einen als konstante Drohung gegen\u00fcber der Bev\u00f6lkerung. Als m\u00f6gliche Konsequenz bei Gesetzesverst\u00f6\u00dfen, Auflehnung, Verschuldung oder Unachtsamkeit sind polizeiliche Ma\u00dfnahmen permanent pr\u00e4sent. Dass Menschen im Supermarkt bezahlen, Mieterh\u00f6hungen dulden oder sich bei der Arbeit von der Chefetage erniedrigen lassen \u2013 all das passiert nicht einzig aus Konditionierung, sondern weil eine materielle Gewalt im Hintergrund droht, die jederzeit zuschlagen kann.<\/p>\n<p>\u00dcberall dort, wo Disziplinierung, erlernter Gehorsam und neoliberale Stadtgestaltung nicht ausreichen, um regelkonformes Verhalten herzustellen, wirken Polizei und Ordnungsamt durch direkte und allt\u00e4gliche Zwangsma\u00dfnahmen. Mittels massiver Pr\u00e4sens und Null-Toleranz-Konzepten soll abweichendes Verhalten konsequent unterbunden und die Delinquenten mittelfristig aus dem Stadtbild vertrieben werden. Im Bremer Viertel ist genau dies der Fall. Hier wirkt die Polizei nicht als Drohung im Hintergrund, sondern als unmittelbares Ordnungsprinzip. Mit dem vordergr\u00fcndigen Ziel, illegalisierten Drogenkonsum zu verdr\u00e4ngen, werden Schwarze Menschen willk\u00fcrlich kontrolliert, schikaniert und gedem\u00fctigt. Mit dem Ziel, Gesetzesverst\u00f6\u00dfe zu unterbinden, wird bei kleinsten Anzeichen von Protest ein Gro\u00dfaufgebot der Bullen zusammen gezogen. Mit dem Ziel, Verkehr und Partybetrieb st\u00f6rungsfrei und befriedet zu halten, werden am Eck immer wieder B\u00e4lle eingesammelt und Leute kontrolliert, um das abendliche Fu\u00dfball-Spielen auf der Kreuzung zu verhindern.<\/p>\n<p>Die Polizei angreifen \u2013 aber warum?<\/p>\n<p>Wenn wir die herrschenden Eigentumsverh\u00e4ltnisse, die rassistische Diskriminierung oder die patriarchalen Strukturen hier im Viertel in Frage stellen wollen, kommen wir um die Konfrontation mit der bewaffneten Staatsmacht nicht herum. Anstatt unsere Protestformen an die Allgegenwart der Polizei anzupassen, zu z\u00e4hmen und uns auf einen legalen Ausdruck zu beschr\u00e4nken, w\u00e4hlten wir den Angriff. Anstatt der Ohnmachtserfahrung des Alltags w\u00e4hlten wir ein paar kurze Momente der Offensive. Jeder laufende Bulle, jedes zerst\u00f6rte Einsatzfahrzeug und jede eingeworfene Wache wird uns noch einige Zeit lang ein L\u00e4cheln auf die Lippen zaubern.<\/p>\n<p>Dennoch nimmt der Krawall nicht das gesamte Panorama unserer Vorstellung davon ein, wie wir diese Welt ins Wanken bringen k\u00f6nnen, sondern ist Ausdruck von Ideen, die auch in anderen Formen tagt\u00e4glich gelebt werden.<\/p>\n<p>Der Abend vor den Wahlen war der richtige Moment, um uns und dem Rest der Stadt ins Ged\u00e4chtnis zu rufen: Radikale soziale Bewegungen haben immer auch auf der Stra\u00dfe gek\u00e4mpft. Die Polizei stand bisher noch jedem emanzipatorischen Anliegen im Weg. Die Ohnmacht gegen\u00fcber Staat und Wirtschaft kann nur durch eigenes Handeln \u00fcberwunden werden. Und ein Stein trifft die herrschende Ordnung besser als jeder Wahlzettel.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine befreite Gesellschaft! F\u00fcr eine aufst\u00e4ndische Perspektive!<\/p>\n<p>Autonome Gruppen<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: Indymedia<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- Here be dragons but no images. -->\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Nach den Ausschreitungen in der Nacht zu Sonntag auf der Sielwallkreuzung hat die Bremer Polizei eine Ermittlungsgruppe beim Staatsschutz eingerichtet. Die Polizei sei am Samstag &#8220;lageangepasst&#8221; mit zus\u00e4tzlichen Einsatzkr\u00e4ften vertreten gewesen, teilte die Polizei am Sonntagnachmittag mit. Der Grund: Im Internet kursierte ein Aufruf zum &#8220;Cornern am Eck gegen den Rechtsruck&#8221;.<\/p>\n<p>Wie es in der Mitteilung hei\u00dft, blockierten Passanten gegen 23.45 Uhr die Sielwallkreuzung und begannen, Fu\u00dfball zu spielen. Zudem wurde Pyrotechnik gez\u00fcndet. Polizisten vor Ort unterbanden das Fu\u00dfballspiel. Laut der Mitteilung schlug die Stimmung gegen 0.30 Uhr in Aggressionen um. Die Polizei spricht von &#8220;gezielten Angriffen&#8221; auf die Einsatzkr\u00e4fte. Mit Steinen warfen die Beteiligten Schaufensterscheiben ein und schleuderten Flaschen und Farbbeutel auf Polizisten. Vier Einsatzkr\u00e4fte wurden leicht verletzt.<\/p>\n<p>Die Polizei Bremen r\u00e4umte gegen 1.45 Uhr mit Unterst\u00fctzung nieders\u00e4chsischer Kollegen, insgesamt 100 Beamte, die Kreuzung, die f\u00fcr Stunden durch bis zu 300 Menschen blockiert war. Dabei kam es zu neun vorl\u00e4ufigen Festnahmen. Wie die Polizei auf Nachfrage des WESER-KURIER mitteilte, sei wegen vergangener politisch motivierter Straftaten, bei denen die Festgenommenen aufgefallen seien, der Staatsschutz in die Ermittlungen involviert. Ob es einen Zusammenhang zwischen diesen taten und den Vorf\u00e4llen auf der Sielwallkreuzung gibt, wird derzeit gepr\u00fcft. Laut Polizei gibt es derzeit aber keinen Zusammenhang zwischen den Ereignissen und dem am Nachmittag abgehaltenen Sternmarsch.<br \/>\nReviere mit Farbbeuteln beworfen<\/p>\n<p>Im Verlauf der Nacht wurden zudem f\u00fcnf Streifenwagen besch\u00e4digt und die Reviere Innenstadt, Woltmershausen und Gr\u00f6pelingen mit Farbbeuteln und anderen Gegenst\u00e4nden beworfen. Au\u00dferdem wurde eine Fensterscheibe am Bremer Rathaus eingeschlagen. Ein Tatverd\u00e4chtiger konnte gestellt werden, hei\u00dft es in der Mitteilung.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/bremen-stadt_artikel,-polizei-richtet-ermittlungsgruppe-beim-staatsschutz-ein-_arid,1832866.html\">Weser Kurier<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bremen, 26. Mai 2019 Wir w\u00e4hlen den Angriff! Randale und Fu\u00dfball am Eck: Brennende Reifen, Stein- und Flaschenw\u00fcrfe auf Bullen und klirrende Scheiben. 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