{"id":10152,"date":"2019-05-14T00:00:56","date_gmt":"2019-05-13T22:00:56","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=10152"},"modified":"2019-05-14T00:00:56","modified_gmt":"2019-05-13T22:00:56","slug":"zwei-fahrzeuge-einer-sicherheitsfirma-angezuendet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=10152","title":{"rendered":"Zwei Securitas-Fahrzeuge angez\u00fcndet"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin<\/strong>, 14. Mai 2019<\/p>\n<blockquote><p>\u201eFeuer allen Kn\u00e4sten, ob mit oder ohne Mauern!\u201c Den Aufruf zum Subversiven Mai, als Ausweitung des Vorschlages f\u00fcr einen anarchistischen 1. Mai in Berlin, verstehen wir als Aufruf zur Verdichtung des Angriffs auf verschiedenen Ebenen. Wir stimmen mit dem Ansto\u00df \u00fcberein, uns nicht auf einen Tag zu beschr\u00e4nken sondern unberechenbar und st\u00e4ndig die Funktionsweisen der bestehenden Gesellschaft zu attackieren und ihre Sicherheit als Illusion offen zu legen.<\/p>\n<p>Zu den Werkzeugen der Macht geh\u00f6ren nicht nur die staatlichen M\u00f6rder*innen, sondern auch die S\u00f6ldner*innen privater Sicherheitsfirmen.<!--more--> Wo einmal Karren von Securitas unbehelligt parkten, ist die Firma in einer Siedlung der Wohnungsgesellschaft GESOBAG als Wachschutz installiert, um ein Einschreiten der Bullen bei Konflikten unter Mieter*innen oder Spannungen mit der Hausverwaltung, gar nicht erst n\u00f6tig zu machen. Zudem ist Securitas weltweit mit Bewachungsaufgaben in Kn\u00e4sten und \u00f6ffentlichen R\u00e4umen besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>\u201eRecognizing the degenerative metamorphosis of the once &#8220;revolutionary subject&#8221;, today diluted in that imprecise legion of consumers \/ citizens, is the inevitable starting point to consolidate a community in conscious war, which contributes vigorously to extend the attack against the system of domination in our century. If we are not able to notice the feeling of participation in which the &#8220;mass&#8221; dives happily; that is to say, if we do not perceive the accelerated integration of this alienated caterva of &#8220;oppressed&#8221; and &#8220;excluded&#8221;, we are not apt to develop anarchic war in our days. For that reason, it is urgent to renew our ship-replace one rotten wood with the erosion of time-and that will only be possible from a critical balance.\u201c (aus dem Interview mit Alfredo Cospito)<\/p>\n<p>Zu den Werkzeugen der Macht geh\u00f6ren auch die einst von der Teilhabe an der Gesellschaft Ausgeschlossenen, die in der Phase der technoindustriellen Gesellschaft systematisch in Herrschaftsmechanismen eingef\u00fcgt werden und so zu ihrer eigenen Unterdr\u00fcckung durch Kontrolle beitragen. Die soziale Isolierung durch die Technologie nimmt denen, die ihr verfallen sind, die klare Sicht auf diese Funktionsweise. Mit fehlendem gemeinsamen Bewusstsein \u00fcber den Klassenkonflikt richtet sich die Wut \u00fcber die Perspektivlosigkeit nicht gegen den Staat und die Herrschenden sondern gegen den Menschen nebenan. Derartige Entwicklungen wie in Frankreich, wo tausende von Menschen in den letzten sechs Monaten ihre Emotionen in direkte Konfrontationen mit den Bullen und Zerst\u00f6rungen der kapitalistischen Symbole kontinuierlich umsetzen, sehen wir hier, auf von deutschem Staat kontrollierten Territorium, nicht. Zu gro\u00df ist bei sozialen Themen das Vertrauen in demokratische Mechanismen, in linke Organisationen, Gewerkschaften und Parteien (oder es materialisiert sich im Rassismus und Nationalchauvinismus).<\/p>\n<p>Was wir, als Anarchist*innen, tun m\u00fcssen, ist, diese demokratischen Mechanismen anzugreifen, um ihre herrschaftliche Position durch die Propaganda der Tat zu entlarven. Es ist dabei nicht einfach denen, selbst Anarchist*innen, die unersch\u00fctterlich an den behutsamen Reformismus glauben, zu erkl\u00e4ren, dass die Zerst\u00f6rung des Bestehenden auch bedeutet, die Illusion der Sicherheit durch herrschaftliche Mechanismen in den Menschen zu zerst\u00f6ren. In jener Nacht des 13. auf den 14. Mai haben wir uns deswegen mit derinformellen Kampagne weltweit verstreuter Zellen verbunden, die Tr\u00e4ger der Repression, der sozialen und staatlichen Kontrolle ausfindig zu machen und anzugreifen. Dieses Mal haben wir Brands\u00e4tze gew\u00e4hlt, an einem anderen Tag kann es ein Text, ein Plakat, eine Diskussion oder eine Demonstration sein, die die Pfade des Gewohnten verl\u00e4sst. Die Subversion ist durch die klare Verfolgung unserer Ideen gegeben.<\/p>\n<p>\u201eWe do not expect the state to act differently than it does. We are not victims of anything. We do not ask or expect justice\u201c (aus dem Aufruf zur Solidarit\u00e4t mit Anahi) Die Zerst\u00f6rung der zwei Securitas Fahrzeuge in Berlin-Wedding ist unser Ruf der Solidarit\u00e4t mit Anahi Salcedo und den, durch den argentinischen Staat, inhaftierten Anarchist*innen. Anahi wurde am 14. November 2018 verhaftet, nachdem sie bei der Platzierung einer Bombe an dem Mausoleumdes Bullen und Folterers Ram\u00f3n Falc\u00f3n, vor 109 Jahren von dem Anarchisten Sim\u00f3n Radowitzky get\u00f6tet,verwundet wurde. Wir wissen nicht viel \u00fcber die aktuelle Situation, jedoch vernahmen wir aus Texten, dass mit Anahi zusammen ein weiterer Gef\u00e4hrte, sowie nach kurz darauf stattfindenden Razzien um die 12 Anarchist*innen verhaftet wurden und angeklagt sind, s\u00e4mtliche subversive Taten begangen zu haben. Kraft und Wut, Solidarit\u00e4t und Kompliz*innenschaft!<\/p>\n<p>&#8220;I will seek at the risk of my life, the best, the authentic freedom \u2026\u201d (Mauricio Morales)<\/p>\n<p>\u201eThis call is to take back what has never been left behind, giving life to that continuity of practice in the current scenario, contributing so that our deaths remain dangerous to the ears of the powerful, actions which are impossible to recuperate by the \u201cprogressive citizens\u201d that separate us and rejecting any victimizing expression that seeks to impose a distorted image of our comrade.\u201c (aus dem Aufruf zum Schwarzen Mai) Wo wir mit der ganzen Vielfalt unserer Mittel zur Tat schreiten, k\u00f6nnen wir auch unsere Leben verlieren. Daher ist unser Angriff auch eine Erinnerung an Mauricio Morales, der vor 10 Jahren am 22. Mai 2009 auf dem Weg zu einem Ausbildungszentrum der Gendarmerie in Santiago von der eigenen Bombe get\u00f6tet wurde, und eine Resonanz auf den Aufruf zum Schwarzen Mai.<\/p>\n<p>Wir verfolgen die Taten und Texte aus den Winkeln der Erde, um eine Affinit\u00e4t zu unbekannten Freund*innen zu entdecken, unsere Ideen zu sch\u00e4rfen, um gemeinsame strategische Linien zu entwickeln und unsere eigene Geschichte der Pseudorealit\u00e4t des Systems entgegen zu stellen. Dazu geh\u00f6rt die Erinnerung an unsere Gefallenen und die Einbeziehung unserer Gefangenen durch Texte und Bezugnahmen in aktuelle Konflikte. Denn w\u00e4hrend wir nachts umherschweifen, sind unsere Gedanken und k\u00e4mpfenden Herzen bei den Gefangenen und den Menschen, die nicht mehr bei uns sind. Und offensichtlich sind wir damit auch nicht alleine. Im subversiven Mai gab es einige Angriffe. Ein Angriff, dem wir uns in den gew\u00e4hlten Worten anschlie\u00dfen wollen, war jener, der eine solidarische Nachricht an Dimitris Koufontinas sandte und daf\u00fcr ein Fahrzeug von K\u00f6tter Security ausw\u00e4hlte. Halte durch, Dimitris!<\/p>\n<p>Wenn wir unser Bewusstsein \u00fcber das Risiko von Tod und Gefangenschaft sch\u00e4rfen, mit den \u00c4ngsten arbeiten, die selbstverst\u00e4ndlich mit den Gedanken daran hoch kochen \u2013 dann k\u00f6nnen wir uns von dem Gef\u00fchl von Reue befreien, dass uns jeder Zeit ereilen kann. Wenn wir uns auf den Weg machen, besteht immer die Gefahr, Freiheit und Gesundheit zu verlieren. Die reuelose Entschlossenheit ist eine der Voraussetzungen, um uns den Grausamkeiten entgegen zu stellen, die der Krieg des Feindes verbreitet. Zu dieser Entschlossenheit zu kommen ist ein Prozess, der sich nur in der st\u00e4ndigen Auseinandersetzung, individuell und kollektiv, mit unseren Emotionen und Ideen verwirklichen l\u00e4sst, sich der H\u00f6hen und Tiefen bewusst ist und sicher nie abgeschlossen sein wird.<\/p>\n<p>So deklarieren wir jeden Tag aufs Neue unsere Feindschaft gegen\u00fcber Staat und Kapital und gegen\u00fcber denen, die sich zu willigen Gehilfen desselben machen, weil sie sich davon Reichtum und ihren Frieden im Krieg versprechen.<\/p>\n<p>FAI \/ FRI \u201eFreie F\u00fcchse\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: Indymedia<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>In der Nacht zu Dienstag sind in Berlin erneut mehrere Autos in Flammen aufgegangen. Im Ortsteil Wedding fingen zwei Fahrzeuge einer Sicherheitsfirma Feuer. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Demnach bemerkte ein Anwohner gegen 3.00 Uhr in der Armenischen Stra\u00dfe Brandgeruch und Flammen. Einsatzkr\u00e4fte konnten das Feuer l\u00f6schen. Es wurde niemand verletzt. Der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen aufgenommen.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/berlin\/article193469149\/Erneute-mehrere-brennende-Autos-in-Berlin.html?wtrid=onsite.onsitesearch\">Welt<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 14. Mai 2019 \u201eFeuer allen Kn\u00e4sten, ob mit oder ohne Mauern!\u201c Den Aufruf zum Subversiven Mai, als Ausweitung des Vorschlages f\u00fcr einen anarchistischen 1. Mai in Berlin, verstehen wir als Aufruf zur Verdichtung des Angriffs auf verschiedenen Ebenen. 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