{"id":10048,"date":"2019-05-08T00:00:09","date_gmt":"2019-05-07T22:00:09","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?p=10048"},"modified":"2019-05-08T00:00:09","modified_gmt":"2019-05-07T22:00:09","slug":"farbe-gegen-aachener-immobiliengesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?p=10048","title":{"rendered":"Farbe gegen Aachener Immobiliengesellschaft"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2019\/05\/39244.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-10049\" src=\"https:\/\/chronik.blackblogs.org\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2019\/05\/39244-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\"><\/a>Aachen<\/strong>, 8. Mai 2019<\/p>\n<blockquote><p>Wir haben gestern das B\u00fcro der \u201eAachener Immobiliengesellschaft mbH\u201c mit Farbe markiert. Die Aachener Immobiliengesellschaft unter dem alleinigen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Gerd Sauren besitzt zahlreiche Immobilien in Aachen, laut eigener Aussage \u00fcber 400 Wohnungen und 150 Gewerbeeinheiten.<\/p>\n<p>Auf vielen Fl\u00e4chen, die der Gesellschaft geh\u00f6ren, bietet sich das gleiche Bild: Leerstand oder ungenutztes Bauland. Es ist offensichtlich, dass es die Verantwortlichen null interessiert, was die Bewohner*innen Aachens brauchen und wollen \u2013 es geht ihnen nur um die eigene Profitmaximierung.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDas beste Beispiel daf\u00fcr ist die untere Adalbertstra\u00dfe, die seit Jahren leer steht, weil Sauren sich weigert, gen\u00fcgend Wohnungen einzuplanen. Gewerbefl\u00e4chen sind doch viel lukrativer! Au\u00dferdem kann er so in aller Ruhe noch ein bisschen auf h\u00f6here Mietrenditen spekulieren. In Bezug auf eine Enteignung \u201ekommt die Stadt rasch zu dem Schluss, dass diese hier nicht infrage kommt, weil der Schaden f\u00fcr das Allgemeinwohl l\u00e4ngst nicht so gro\u00df ist, wie er zur Anwendung dieses Mittels sein m\u00fcsste\u201c (AZ, 08.01.19). Man m\u00fcsste lachen, wenn es nicht so traurig w\u00e4re&#8230;<\/p>\n<p>In der Alfonsstra\u00dfe lie\u00df Sauren letztes Jahr einfach so einen ganzen Wohnblock mit g\u00fcnstigen Wohnungen abrei\u00dfen, ohne dass Alternativen geschaffen wurden.<\/p>\n<p>Und auch mit dem alten Wertz-Gel\u00e4nde am Hohenzollernplatz, das Raum f\u00fcr viele Wohnungen bieten w\u00fcrde, spekuliert Sauren seit Jahren unger\u00fchrt.<\/p>\n<p>Wie in allen deutschen St\u00e4dten m\u00fcssen auch in Aachen Menschen auf der Stra\u00dfe leben und Geringverdiener*innen und Familien haben gr\u00f6\u00dfte Schwierigkeiten, \u00fcberhaupt noch Wohnungen in der Stadt zu finden. Wie viele andere St\u00e4dte haben die Verantwortlichen auch in Aachen auf kommunalen Wohnungsbau verzichtet bzw. eigene Best\u00e4nde aufgegeben. Stattdessen wurde privaten Investoren wie Sauren oder Unternehmen wie \u201evonovia\u201c freie Hand gelassen. Das Ergebnis sind nun steigende Mieten, fehlender Wohnraum, zu wenig Sozialwohnungen \u2013 und gleichzeitig Leerstand und Spekulation. Oben sind nur einige Beispiele genannt. Rechtfertigt wird diese verdrehte Welt, in der reale Bed\u00fcrfnisse von Menschen oft keinen Platz mehr haben, durch das \u201eheilige\u201c Recht auf Eigentum und die unternehmerischen Freiheit. Diese sind offenbar wichtiger als Wohnraum f\u00fcr Alle!<\/p>\n<p>Doch es formiert sich Widerstand. Es gibt ein gro\u00dfes \u00f6ffentliches Interesse an der Wohnungspolitik, es wird kritisch berichtet, es werden H\u00e4user besetzt oder Mieter*innen-Initiativen gegr\u00fcndet. Nicht nur aus Berlin werden sogar Forderungen nach \u2013 Achtung! &#8211; Enteigungen laut. Und dieses gef\u00fcrchtete Wort ist auf einmal tats\u00e4chlich in aller Munde, wird in den gr\u00f6\u00dften Tageszeitungen verhandelt. Dass der Ausverkauf der St\u00e4dte durch Politik und Unternehmen nicht mehr nur reibungslos funktioniert, ist vielen w\u00fctenden und entschlossenen Menschen zu verdanken, die sich dagegen wehren.<\/p>\n<p>Diese Aktion ist eine symbolische. Der kleine Sachschaden tut der Aachener Immobiliengesellschaft nicht weh. Aber sie sollten sich merken, dass das, was sie \u2013 und nicht als Einzige!- tun, uns und andere w\u00fctend macht und dass dieser Wut auch Taten folgen k\u00f6nnen. Vor allem aber wollen wir die dringend n\u00f6tige Debatte um Wohnungspolitik nicht versiegen lassen. Daher am Schluss einige Forderungen:<\/p>\n<p>An die Aachener Bev\u00f6lkerung: Lasst Euch Eure Stadt nicht nehmen! K\u00e4mpft darum, dass Ihr mitbestimmen k\u00f6nnt, was hier passiert und lasst es Euch nicht bieten, dass einzelne Unternehmen ihre Profitgier \u00fcber unsere Bed\u00fcrfnisse stellen.<\/p>\n<p>An die Aachener Politik: Enteignet Sauren &amp; Co.! Argumente, die Situation gehe nicht \u201egenug\u201c zu Lasten der Allgemeinheit und daher sei dieser Schritt rechtlich nicht zu rechtfertigen, sind angesichts der Realit\u00e4t v\u00f6llig absurd.<\/p>\n<p>An die Aachener Presse: Seid kritisch! Recherchiert und berichtet \u00fcber jahrelangen Leerstand, \u00fcber Entmietungsstrategien, \u00fcber Immobilien-Spekulation, \u00fcber den Abbau der Sozialwohnungen, \u00fcber die ganzen Ungerechtigkeiten. Sollte sich doch eigentlich von selbst verstehen, oder?<\/p>\n<p>Die St\u00e4dte denen, die drin wohnen!<\/p>\n<p>Immobilien-Haie enteignen!<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle<\/strong>: <a href=\"http:\/\/4sy6ebszykvcv2n6.onion\/node\/32515\">Indymedia<\/a> (Tor)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aachen, 8. Mai 2019 Wir haben gestern das B\u00fcro der \u201eAachener Immobiliengesellschaft mbH\u201c mit Farbe markiert. Die Aachener Immobiliengesellschaft unter dem alleinigen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Gerd Sauren besitzt zahlreiche Immobilien in Aachen, laut eigener Aussage \u00fcber 400 Wohnungen und 150 Gewerbeeinheiten. Auf vielen Fl\u00e4chen, die der Gesellschaft geh\u00f6ren, bietet sich das gleiche Bild: Leerstand oder ungenutztes Bauland. 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