{"id":11861,"date":"2015-01-01T00:00:41","date_gmt":"2014-12-31T22:00:41","guid":{"rendered":"http:\/\/chronik.blackblogs.org\/?page_id=11861"},"modified":"2015-01-01T00:00:41","modified_gmt":"2014-12-31T22:00:41","slug":"mirror-von-directactionde-aktionen-2008-teil-2-oekologische-kaempfe-und-antigentrification","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/chronik.noblogs.org\/?page_id=11861","title":{"rendered":"Mirror von directactionde: Aktionen 2008 Teil 2 \u00d6kologische K\u00e4mpfe und Antigentrification"},"content":{"rendered":"<p>Aktionen die im Jahr 2008 stattfanden und sich gegen die Vernutzung der Natur richteten sowie Aktionen gegen Gentrification.<\/p>\n<p>Wenn ihr zum ersten mal auf diese Reihe sto\u00dft, informiert euch in unseren anderen Artikeln \u00fcber unsere Motivation.<\/p>\n<p>Vernutzung der Natur soll als Oberbegriff herhalten um jede Aktion zu beschreiben, die sich in irgendeiner Art und Weise f\u00fcr die Natur einsetzt. So z.b. Feldbefreiung, Aktionen gegen Pelze oder Atomenergie. Das diese thematische Klammer problematisch ist und auch der Begriff Natur auf Kritik sto\u00dfen k\u00f6nnte, ist uns klar. Wir gehen aber davon aus, dass unsere Dokumentation eben gennau das ist und inhaltliche Fragen eher anhand aktueller Beispiele diskutiert werden sollten.<\/p>\n<hr>\n<p><strong>\u00d6kologische K\u00e4mpfe:<\/strong><\/p>\n<p>Hakenkrallen-Aktion bei Berlin<br \/>\nBerlin\/Magdeburg 29 Oktober 2008<\/p>\n<p>Eine Erkl\u00e4rung die uns zugeschickt wurde:<br \/>\n&#8220;You can&#8217;t control nuclear energy \u2013 you can&#8217;t control us!<\/p>\n<p>Aus Protest gegen das in Berlin stattfindende Endlager-Symposium sowie als Beitrag zur Castor-Mobilisierung haben wir in der Nacht vom 28.\/ 29. Oktober eine Hakenkralle in die Oberleitung der Bahntrasse zwischen Berlin und Magdeburg geh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Ende Oktober medienwirksam \u00fcber die Frage der Endlagerung diskutiert wird, schafft der Atomstaat keine zwei Wochen sp\u00e4ter mit Hilfe von Tausenden Bullen Fakten. Gorleben soll zum Atomklo werden. Und das, obwohl das Fiasko um das \u201eForschungs\u201cbergwerk Asse II belegt, wie gut sich Salzst\u00f6cke zur Endlagerung von hoch(!)radioaktivem M\u00fcll eignen.<\/p>\n<p>Die Bahn stellt ihre Infrastruktur f\u00fcr Uran- und Castortransporte zur Verf\u00fcgung. Somit macht sie sich zur Handlangerin der Atommafia.<br \/>\nUns ist \u00fcbel.<\/p>\n<p>Den Atomstaat Deutschland lahmlegen! Dem Kapitalismus beim Sterben helfen!<br \/>\nAnti Castor Aktion Berlin&#8221;<\/p>\n<hr>\n<p>Autos der Deutschen Bahn angez\u00fcndet<br \/>\nBerlin 10 November 2008<\/p>\n<p>Zwei DB-Fahrzeuge sind am fr\u00fchen Montagmorgen am Schmollerplatz in Treptow durch Brandstiftung besch\u00e4digt worden. Ein Anwohner hatte den Brand bemerkt und die Feuerwehr alarmiert, teilte die Polizei mit. Ein Auto wurde stark besch\u00e4digt, ein daneben geparktes Fahrzeug in Mitleidenschaft gezogen. Das Landeskriminalamt pr\u00fcft, ob es ein politisches Motiv hinter der Brandstiftung steht.<\/p>\n<p>Quelle: Berliner Zeitung<\/p>\n<hr>\n<p>Anschl\u00e4ge auf Vattenfall Autos<br \/>\nHamburg 30 Oktober -4 November 2008<\/p>\n<p>Die Brandanschl\u00e4ge auf Fahrzeuge des Energieversorgers Vattenfall in Hamburg stehen m\u00f6glicherweise im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Castor-Transport im nieders\u00e4chsischen Wendland. In einem Brief an die \u00abHamburger Morgenpost\u00bb bekennt sich eine \u00abAutonome Gruppe f\u00fcr mehr Bodenkontakt\u00bb, einen Vattenfall-Firmenwagen \u00abbel\u00fcftet und tiefergelegt\u00bb zu haben, wie die Zeitung am Mittwoch mitteilte. Der Anschlag war bereits in der Nacht zum 30. Oktober ver\u00fcbt worden. Dabei hatten Unbekannte Scheiben des Pkw besch\u00e4digt und beide Vorderreifen zerstochen. Die militanten Atomkraftgegner schlie\u00dfen ihren Brief mit den Worten: \u00abCastor stoppen\u00bb.<br \/>\nF\u00fcr zwei weitere Anschl\u00e4ge auf Fahrzeuge von Vattenfall liegen laut einem Polizeisprecher noch keine Bekennschreiben vor. Bei dem einen Fall hatten die T\u00e4ter in der Nacht zum Dienstag einen mit vier Gasflaschen beladenen Transporter im Stadtteil Hamm angez\u00fcndet und dadurch eine Explosion ausgel\u00f6st. Verletzt wurde niemand. Die Druckwelle richtete den Angaben zufolge jedoch einen Schaden in H\u00f6he von mehreren Zehntausend Euro an. F\u00fcnf Fahrzeuge wurden bei dem Anschlag v\u00f6llig zerst\u00f6rt, ein angrenzendes Geb\u00e4ude besch\u00e4digt.<br \/>\nBei einem weiteren Fall hatten in der Nacht zum Montag Unbekannte am Eimsb\u00fcttler Marktplatz versucht, einen Firmenwagen von Vattenfall in Brand zu setzen. Die von Zeugen alarmierte Polizei konnte den brennenden Vorderreifen schnell l\u00f6schen.<br \/>\nIn allen drei F\u00e4llen hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen, da von einer politisch motivierten Straftat ausgegangen wird. Ein T\u00e4ter sei bislang nicht ermittelt worden, sagte der Polizeisprecher auf ddp-Anfrage. Die Beamten gingen allerdings in den F\u00e4llen vom gleichen T\u00e4terkreis aus.<\/p>\n<p>Quelle: dernewsticker.de<\/p>\n<hr>\n<p>CASTOR Strecke sabotiert<br \/>\nKarlsruhe\/Mannheim 31 Oktober 2008<\/p>\n<p>Wir haben in der Nacht zum 31.10.2008 auf der CASTOR Strecke zwischen Karlsruhe und Mannheim bei Stutensee den Bahnverkehr mit einer Barrikade zeitweise zum Stillstand gebracht. Damit kein Zug ungebremst in die Barrikade f\u00e4hrt, haben wir den ersten ankommenden G\u00fcterzug mit einem Norsignal davor gestoppt.<\/p>\n<p>Unsere Aktion richtet sich gegen den bevorstehenden CASTOR Transport nach Gorleben. Gorleben soll als Endlager f\u00fcr hochradioaktiven Abfall aus s\u00e4mtlichen deutschen AKW dienen. Auch die Atomsuppe aus dem Kerforschungszentrum Karlsruhe soll dort gelagert werden.<\/p>\n<p>Fr\u00fchere radioaktive Abf\u00e4lle aus eben diesem Forschungszentrum wurden zu angeblichen Forschungszwecken in das Salzbergwerk ASSE II eingelagert. Es ging jedoch niemals vordergr\u00fcndig um Forschung, und es war nie geplant, wie behauptet, deisen Atomm\u00fcll wieder aus der Tiefe des Salzbergwerkes heruaszuholen. Das damalige Kerforschungszentrum wollte sich so auf unproblematische WEise seines Atomm\u00fclls entledigen.<\/p>\n<p>Und w\u00e4hrend noch dreist behauptet wurde, die ASSE sei trocken und auf Jahresicher, trat dieser Karlsruher Atomm\u00fcll in Form von radioaktiver Lauge schon l\u00e4ngst wieder an den Tag.<\/p>\n<p>Wer damals behauptet, ASSE sei sicher, behauptet heute, Gorleben sei sicher. Darum sagen wir: Stop CASTOR! AKW abschalten!<\/p>\n<p>Quelle: Indymedia<\/p>\n<hr>\n<p>CASTOR PROTEST: Brandanschl\u00e4ge auf mehrere Strecken der Deutschen Bahn<br \/>\nKarlsruhe,Hamburg-Reinbek, Gro\u00dfraum Berlin, Hamm, Wiesbaden<br \/>\n8 &#8211; 11 November 2008<\/p>\n<p>Bei Brandanschl\u00e4gen auf mehrere Bahnstrecken ist laut Polizei ein erheblicher Sachschaden entstanden. Ein Zusammenhang mit dem Castor-Transport wird nicht ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Auf mehrere Bahnstrecken in Deutschland sind am Samstag Brandanschl\u00e4ge begangen worden. Die Polizei schloss einen Zusammenhang mit dem Castor-Transport nicht aus, der am Wochenende in Richtung Gorleben rollte. Es sei teilweise erheblicher Sachschaden entstanden, erkl\u00e4rte die Polizei; ein Teil der Strecken habe zeitweise gesperrt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Betroffen waren die Rheintalstrecke bei Karlsruhe, der Bereich Hamburg-Reinbek, der Gro\u00dfraum Berlin sowie Hamm und Wiesbaden. Durch den Einsatz von Brandbeschleunigern h\u00e4tten Schwelbr\u00e4nde und offene Br\u00e4nde zu erheblichen Sachsch\u00e4den an Kabeln f\u00fcr Signal-, Funk- und Telefonanlagen gef\u00fchrt, erkl\u00e4rte die Polizei. Bei dem Vorfall in Wiesbaden sei auf einem an die Bahnanlage angrenzenden Feldweg der Schriftzug \u201eGegen Castor\u201c gespr\u00fcht worden. Die Anschl\u00e4ge h\u00e4tten den Bahnverkehr beeintr\u00e4chtigt, nicht aber den Castor-Transport, betonte die Polizei.<\/p>\n<p>Der Atomtransport aus der franz\u00f6sischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague nach Gorleben hatte in der Nacht zum Sonntag die deutsch-franz\u00f6sische Grenze \u00fcberquert. Auch in Frankreich st\u00f6rten Unbekannte den Bahnverkehr: Sie hatten am Samstag zwischen Paris und Lille Eisenstangen in die Oberleitungen geschoben.<\/p>\n<p>Quelle: Focus<\/p>\n<p>weitere Meldungen (Taz Ticker):<\/p>\n<p>Atomkraftgegner stoppen Castor<br \/>\nZwischen den Grenzorten Lauterbourg und W\u00f6rth ketteten sich nach \u00fcbereinstimmenden Angaben von Polizei und des Koordinationsb\u00fcros X-tausendmalquer drei Demonstranten an die Gleise und betonierten sich teils ein.<\/p>\n<p>Schienen verbogen<br \/>\nAuf dem Streckenabschnitte L\u00fcneburg &#8211; Dannenberg ist zwischen Harlingen und Metzingen ein St\u00fcck Schiene von Aktivisten unterh\u00f6lt und mit einem Wagenheber hochgebogen worden. Dadurch scheint die Strecke derzeit nicht befahrbar zu sein. Angeblich sind Gleisarbeiter vor Ort und geben an, dass die Reparatur des Teilst\u00fccks l\u00e4nger dauern k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>700 Atomkraftgegner an den Bahngleisen<br \/>\nJetzt best\u00e4tigt auch dpa Zustammenst\u00f6\u00dfe an den Gleisen: Die Rede ist von rund 700 Atomkraftgegnern, die sich trotz Versammlungsverbotes an mehreren Stellen auf Feldwegen bis zu den Bahngleisen durchgeschlagen haben. Die Polizei treibt sie mit Schlagst\u00f6cken auseinander. Wasserwerfer sind im Einsatz, um Feuer auf den Schienen zu l\u00f6schen. Die Demonstranten seien gewaltt\u00e4tig vorgegangen, sagte ein Polizeisprecher.<\/p>\n<p>Brennende Barrikade blockiert Stra\u00dfe<br \/>\nDemonstranten errichten eine brennende Barrikade aus Heuballen auf der B216, die Polizei reagiert mit dem Einsatz von Wasserwerfern. Die Stra\u00dfe ist zwischenzeitlich blockiert. (Taz)<\/p>\n<p>-Bei Eichdorf (Bahnkilometer 199 ungef\u00e4hr) wurde auf 30 m die Schiene untertunnelt. Diverse B\u00e4ume auf der Schiene machen den gr\u00fcnen Probleme beim Wegtragen. (Indymedia)<\/p>\n<p>Das klassische Katz- und Maus-Spiel<br \/>\nDemonstranten drangen immer wieder auf die Bahnstrecke vor und mussten von der Polizei auch unter Einsatz vom Schlagst\u00f6cken, Wasserwerfern und Tr\u00e4nengas abgedr\u00e4ngt werden. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt. Strohballen wurden auf den Gleisen angez\u00fcndet. Die Polizei war dort mit Wasserwerfern im Einsatz.<\/p>\n<p>-Noch bevor der Zug in Dannenberg eingetroffen sei, sei mit Signalmunition auf Polizeihubschrauber geschossen worden. &#8220;Das zeigt die hohe Gewaltbereitschaft einzelner&#8221;, sagte Oberroth. Andere br\u00e4chten sich in gro\u00dfe Gefahr: Der Transport musste vor Dannenberg unter anderem stoppen, weil es drei Atomkraftgegnern gelungen war, auf den fahrenden Zug aufzuspringen. &#8220;Dieses Verhalten ist absolut lebensgef\u00e4hrlich&#8221;, sagte Oberroth. Die Zahl der Aktionen sei h\u00f6her als beim Transport vor zwei Jahren.<\/p>\n<p>Stra\u00dfenblockade mit Betonpyramide<br \/>\nAcht Landwirte der &#8220;Bauerlichen Notgemeinschaft&#8221; haben ihre Arme jeweils zu Viert in zwei gelb angestrichene Betonpyramide gesteckt und sich offenbar darin festgekettet.<\/p>\n<p>Sie blockieren damit die Dorfstra\u00dfe von Grippel, etwa sechs Kilometer vor dem Zwischenlager. Damit ist die Route der Castor-Beh\u00e4lter f\u00fcrs Erste blockiert. Die Polizei ist vor Ort, hat aber noch kein Ger\u00e4t, um die neuerliche Blockade zu beseitigen.<br \/>\n-Nach Informationen des Koordinationsb\u00fcros der Atomkraftgegner X-tausendmalquer versuchen in Laase noch einmal etwa 100 Blockierer, die Stra\u00dfe zu verriegeln. Die Polizei r\u00fcckt den Informationen nach mit Wasserwerfern an.<br \/>\nCastor kommt im Zwischenlager an<br \/>\nMit rund 20 Stunden Versp\u00e4tung ist der Lkw-Konvoi mit den elf Atomm\u00fcllbeh\u00e4ltern aus Frankreich um halb ein Uhr nachts im Zwischenlager Gorleben angekommen.<\/p>\n<p>Auto der Deutschen Bahn angez\u00fcndet<br \/>\nBerlin 28 September 2008<\/p>\n<p>Unbekannte T\u00e4ter haben am Sonntagmorgen gegen 6:45 Uhr in der Dirschauer Stra\u00dfe in Friedrichshain einen Pkw der Deutschen Bahn angez\u00fcndet, wie die Polizei mitteilte. Zeugen bemerkten das brennende Auto und alarmierten die Feuerwehr. Ein daneben stehender Wagen wurde durch die Flammen in Mitleidenschaft gezogen. Die Polizei geht von einer politisch motivierten Straftat aus.<\/p>\n<p>Quelle: Tagesspiegel<\/p>\n<p>Farbanschlang auf Pelzgesch\u00e4ft in Magdeburg<br \/>\nMagdeburg 29 September 2008<\/p>\n<p>Offensichtlich wurde letzte Nacht der Pelzladen am Hasselbachplatz angegriffen. Folgendes BekenerInnenschreiben dazu ging per Mail rum:<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rung zum Farbanschlag auf \u201eLeder und Pelze\u201c in Magdeburg In der Nacht vom Sonntag den 28.09. zum Montag den 29.09. haben wir im Rahmen der dezentralen Aktionstage gegen Pelzhandel den einzigen Pelzladen in Magdeburg mit roter Farbe und Steinen angegriffen. Es handelt sich dabei um das Modegesch\u00e4ft \u201eLeder und Pelze\u201c des Inhabers Stefan Gehring am Hasselbachplatz 1. Wir wollen mit dieser direkten Aktion die Normalit\u00e4t der Tierausbeutung aufbrechen und skandalisieren. Nicht nur der Besitzer des Ladens und dessen KundInnen, sondern auch die schweigende \u00d6ffentlichkeit tragen Verantwortung f\u00fcr tausende Morde an f\u00fchlenden Individuen auf den Pelzfarmen jedes Jahr. Wir werden uns nie mit Tierausbeutung abfinden und erst aufh\u00f6ren, wenn alle K\u00e4fige leer sind.<br \/>\nAnimal Liberation Front<\/p>\n<p>Quelle: Indymedia<\/p>\n<p>Scheibe von McDonald&#8217;s-Filiale eingeworfen<br \/>\nBerlin 30 Juni 2008<\/p>\n<p>Unbekannte haben Montag fr\u00fch mit Pflastesteinen die Schaufensterscheibe eines McDonald\u2019s-Filiale in der Kreuzberger Wrangelstra\u00dfe eingeworefn. Mitarbeiter entdeckten gegen 1 Uhr 10 die Sch\u00e4den und alarmierten die Polizei. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Quelle: Berliner Morgenpost<\/p>\n<p>Feldbefreiung in Unterfranken<br \/>\nWestheim (Unterfranken) 29 Juni 2008<\/p>\n<p>Mehr als 60 Aktivistinnen und Aktivisten der Initiative &#8220;Gendreck weg&#8221; sind am Sonntagmorgen (29.06.2008) im unterfr\u00e4nkischen Westheim, nahe der Stadt Kitzingen festgenommen und erkennungsdienstlich behandelt worden, nachdem es ihnen gelungen war, ein Genmaisfeld in der Ortschaft zu verw\u00fcsten. Gegen 6.30 Uhr konnten die Gegner der Agrogentechnik auf das von der Polizei bewachte Feld gelangen, um die rund 40cm hohen Genmaispflanzen herauszureisen und zu zertrampeln. Bis es der Einsatzleitung der Polizei gelungen war, gen\u00fcgend Einsatzkr\u00e4fte auf das Feld zwischen Westheim und Lindelbach zusammenzuziehen, haben die &#8220;Feldbefreier&#8221; bereits einen erheblichen Teil der Genpflanzen vernichtet.<\/p>\n<p>Quelle: Indymedia<\/p>\n<hr>\n<p>Erfolgreiche Mahd<br \/>\nL\u00f6cknitz(Mecklenburg-Vorpommern) 26. Juni 2008<\/p>\n<p>W\u00e4hrend einer der vergangenen N\u00e4chte sind auf der gesamten Fl\u00e4che des Monsanto- Versuchsfeldes bei L\u00f6cknitz(Mecklenburg-Vorpommern) die Maispflanzen einer Halmverk\u00fcrzungsma\u00dfnahme zum Opfer gefallen.<\/p>\n<p>Die 3000 m\u00b2 gro\u00dfe Fl\u00e4che war f\u00fcr Versuche mit einer gentechnisch ver\u00e4nderten \u201eherbizidtoleranten\u201c Sorte des Konzerns Monsanto gedacht. Doch selbst geringen mechanischen Belastungen hielten die Pflanzen nicht stand. Damit ist einer der zwei Versuche mit dieser gentechnisch ver\u00e4nderten Maissorte in Mecklenburg Vorpommern gescheitert.<br \/>\nDiese Aktion war ein weiterer Schritt zu verhindern, dass Monsanto noch mehr Kontrolle \u00fcber das Saatgut gewinnt. Au\u00dferdem gilt es zu verhindern, dass neben MON 810 weitere Sorten zur kommerziellen Nutzung zugelassen werden.<\/p>\n<p>Quelle: Indymedia<\/p>\n<hr>\n<p>Amflora \u2013Saatkartoffelfeld verunreinigt<br \/>\nDambeck (M\u00fcritzkreis) 22 Juni 2008<\/p>\n<p>Auf dem Feld mit gentechnisch ver\u00e4nderten Kartoffeln der Sorte Amflora wurden vor rund zwei Wochen bei Dambeck (M\u00fcritzkreis) trotz Bewachung mehrere hundert Kilo Bio-Kartoffeln ausgepflanzt. Um die Biodiversit\u00e4t auf dem Acker zu erh\u00f6hen wurden mehrere Sorten auf einem Gro\u00dfteil des Feldes ausgebracht.<\/p>\n<p>Amflora \u2013Saatkartoffelfeld verunreinigt<\/p>\n<p>Auf dem Feld mit gentechnisch ver\u00e4nderten Kartoffeln der Sorte Amflora wurden vor rund zwei Wochen bei Dambeck (M\u00fcritzkreis) trotz Bewachung mehrere hundert Kilo Bio-Kartoffeln ausgepflanzt. Um die Biodiversit\u00e4t auf dem Acker zu erh\u00f6hen wurden mehrere Sorten auf einem Gro\u00dfteil des Feldes ausgebracht. Als Feldmarker wurden zus\u00e4tzlich Topinamburpflanzen verwendet. Durch diese starke Vermischung der verschiedenen Sorten ist eine Reinheit des Saatgutes nicht mehr gew\u00e4hrleistet. Deshalb m\u00fcssen jene Kartoffeln, die zur Saatgutgewinnung gedacht waren, vernichtet werden. Schon im vergangenen Jahr war der Amflorakartoffelanbau des Agrarwirtes Niehoff aufgrund von Krankheitsbefall erfolglos. Die Kartoffeln mussten aufwendig entsorgt werden.<br \/>\nVor einem Monat wurde von Gentechnikgegnern das Feld besetzt. Jedoch konnte die Aussaat nicht verhindert werden, da Niehoff auf eine schnelle R\u00e4umung dr\u00e4ngte<\/p>\n<p>Auf europ\u00e4ischer Ebene ist die Amflorakartoffel ebenfalls umstritten. So wurde im laufenden Genehmigungsverfahren die Zulassung zur\u00fcckgestellt.<br \/>\nDie Aktion zeigt, dass die Einf\u00fchrung der Agro-Gentechnik gegen den Willen der Bev\u00f6lkerung keine Zukunft hat.<\/p>\n<p>die Kartoffelk\u00e4fer<\/p>\n<p>Quelle: Indymedia<\/p>\n<hr>\n<p>Maisseuche befreit Feld auch in Brandenburg<br \/>\nStraussberg 25.07.2008<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rung:<br \/>\n&#8220;Der sogenannte Maisstengelk\u00fcrzer breitet sich immer weiter aus. Nach Orten in Bayern und Niedersachsen ist es vor kurzem zu einem Befall eines weiteren MON-810 verseuchten Maisfelds in der N\u00e4he von Strausberg im Gro\u00dfraum Berlin gekommen. Nach neueren Erkenntnissen ist der Sch\u00e4dling vorwiegend nachtaktiv und kann dabei innerhalb weniger Stunden auch gro\u00dfe Fl\u00e4chen von mehreren Hektarn erfolgreich bearbeiten, wie unl\u00e4ngst geschehen.<br \/>\nDa bis jetzt noch keine DNA-Spuren sichergestellt werden konnten, bleibt nur die Spekulation, dass \u00e4hnlich wie bei Bakterien einige wenige Sch\u00e4dlinge bereits jetzt resistent gegen Bt geworden sind und diese sich durch unbedachtes Ausbringen der gentechnisch ver\u00e4nderten Saat immer schneller vermehren k\u00f6nnen. Selbst einige Versuche durch Verzicht auf die Anpflanzung von Bt-Mais der Lage herr zu werden, waren offensichtlich erfolglos und zeugen von der Entschlossenheit des Sch\u00e4dlings. Wissenschaftler gehen davon aus, dass nur der komplette Verzicht von Bt-Mais zu einer Verbesserung der Lage f\u00fchren kann. Eine kleine Hoffnung bleibt: mit der Vernichtung des allerletzten Stengels wird sich der Maisstengelk\u00fcrzer seinen eigenen Lebensraum zu nichte machen und nur noch als Schrecken in den K\u00f6pfen der Landwirte existieren. &#8221;<\/p>\n<p>Quelle: Indymedia<\/p>\n<hr>\n<p>Angek\u00fcndigte Feldbefreiung (Wildberg) BRB<br \/>\nWildberg 20.07.2008<\/p>\n<p>Heute hat in Wildberg w\u00e4hrend der Demonstration zu einem Genfeld in Wildberg (Brandenburg) eine Feldbefreiung stattgefunden.<br \/>\nMit rund 100 DemonstrantInnen (davon mindestens ein Drittel aus der Region) ging es unter den wachsamen Augen der Wildberger Bev\u00f6lkerung einmal durch Wildberg bis zum Genfeld. Noch wachsamer schienen die zwei Hundertschaften der Potsdamer Polizei, der Hubschrauber, der \u00fcber dem Feld kreiste und die Pferdestaffel zwischen den Maisstengeln. Dennoch gelang es zwei AktivistInnen, w\u00e4hrenddessen 200 bis 300 Quadratmeter des Feldes zu befreien. Die Demonstration hat in der Region f\u00fcr einiges Aufsehen gesorgt, wie fast \u00fcberall sind die Leute hier sehr gespalten. Wir k\u00f6nnen gespannt darauf sein, ob der Landwirt sein Genmaisfeld aufgibt. Er scheint jedenfalls jetzt schon in der Defensive zu sein, denn er lehnt es jetzt schon ab, mit der Presse zu sprechen. Die DemonstrantInnen sind alle wieder da, wo sie hin wollten..<\/p>\n<p>Quelle: Indymedia<\/p>\n<hr>\n<p>Ein weiteres Genfeld befreit<br \/>\nKitzingen 11. Juli 2008<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rung:<\/p>\n<p>&#8220;Da steppt der B\u00e4r! Bruno macht Gen-Acker platt<br \/>\nExperten best\u00e4tigen es kurz nach der Tat: Bruno der R\u00e4cher ist zur\u00fcckgekehrt. Gemeinsam mit dem omin\u00f6sen Kommando Bimberle hinterlie\u00df er auf einem Gen-Acker bei Kitzingen eine Spur der Verw\u00fcstung. Obwohl Genhofer die Erschie\u00dfung des Problemb\u00e4ren einforderte, bestand zu keiner Zeit Gefahr f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung. Und weil es immer noch zu viele Genfelder gibt, meint Bruno: &#8220;Alles plattmachen!&#8221; &#8221;<\/p>\n<p>Quelle: indy<\/p>\n<hr>\n<p>NRW gentechnikfrei<br \/>\nWerne 10. Juli 2008<\/p>\n<p>Do it yourself Der Versuch bei Werne in Nordrheinwestfalen wurde durch beherztes eingreifen zu einem erfolgreichen Ende gef\u00fchrt. Vor einigen Tagen wurde die Fl\u00e4che mit herbizidresistenten Mais befreit. Gut geplant ist halb gem\u00e4ht. Gerade kleine Versuchsfl\u00e4chen sind ein dankbares Ziel der Agrogentechnik-Industrie, wo mit wenigen Menschen und wohl durchdacht viel beeinflusst wird. Just do it und last Euch nicht erwischen.<br \/>\nGenug geschrieben- handeln!<\/p>\n<p>Quelle: indymedia<\/p>\n<hr>\n<p>Genmais-Versuchsfeld in Rheinstetten zerst\u00f6rt<br \/>\nRheinstetten 4. Juli 2008<\/p>\n<p>In der Nacht zum Freitag (4.Juli 2008) haben Gentechnik-Gegner erneut zugeschlagen und Teile der Versuchsfl\u00e4che in Rheinstetten zerst\u00f6rt. Hierzu bekannte sich das Kommando Biene Maja:<\/p>\n<p>&#8220;Trotz Bewachung des Feldes gelangen es den Aktivisten 5000m\u00b2 der Versuchsfl\u00e4che zu zerst\u00f6ren. Hier nun die Erkl\u00e4rung des Kommandos Biene Maja: Wir haben in der Nacht zum 4. Juli ca. 5000m\u00b2 der Genmaisversuchsfl\u00e4che in Rheinstetten-Forcheim zerst\u00f6rt. Einen Teil davon haben wir plattgetramelt, der andere Teil ist so besch\u00e4digt, dass er nicht mehr weiter wachsen kann. Die Pflanzen k\u00f6nnen keine Kolben mehr ausbilden. Damit ist der Versuch gescheitert. Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) wollte in Rheinstetten die sogenannte &#8220;Koexistenz&#8221; von genmaniulierten und nicht genmaniulierten Maisflanzen erforschen. Jeder vern\u00fcnftig denkende Mensch weiss, dass eine Koexistenz nicht m\u00f6glich ist. Ein gro\u00dffl\u00e4chiger Anbau von gentechnisch ver\u00e4nderten Pflanzen f\u00fchrt \u00fcber kurz oder lang zu Auskreuzungen. Pollen lassen sich nicht beherrschen. Saatgutkonzerne wie MONSANTO machen mit der Gentechnik die Bauern weltweit von sich und ihren Produkten abh\u00e4ngig. Sie gef\u00e4hrden damit sowohl die Weltern\u00e4hrung als auch die biologische Artenvielfalt. Das LTZ und der daf\u00fcr zust\u00e4ndige Landwirtschaftsminister Hauk machen sich mit den Genversuchen in Rheinstetten zu Helfershelfern der Gentechnikkonzerne. Sie missachten den Willen der Bev\u00f6lkerung, die Gentechnik in der Landwirtschaft mit grosser Mehrheit ablehnt. Z\u00e4une, Wacht\u00fcrme und Wachposten haben uns nicht abgehalten und werden uns nicht davon abhalten, uns gegen MONSANTO und seine Kollaborateure mit allen Mitteln zur Wehr zu setzen.<\/p>\n<p>Kommando Biene Maja&#8221;<\/p>\n<p>Quelle: Indymedia<\/p>\n<hr>\n<p>Unterfranken Gentechnikfrei!<br \/>\nKitzingen (Unterfranken) 27 August<\/p>\n<p>Wie erst jetzt bekannt wurde, kam es bereits am vergangenen Mittwoch zu einer weiteren Feldbefreiung im Kreis Kitzingen (Unterfranken)!<br \/>\nNach einer Serie unterschiedlichster direckter Aktionen gegen die Aggrogentechnik im Raum Kitzingen, durch die bereits 3 Felder befreit worden waren, existiert nun mehr kein einziger intakter Gen Acker in Unterfranken. Den Abschluss der Saison muss dies freilich noch nicht bedeuten, denn sowohl auf dem nun befreiten Acker bei Westheim, als auch auf einem Acker bei Gro\u00dflangheim sind nach aktuellem Kentnisstand noch einige Reihen Mais zu finden&#8230;<\/p>\n<p>Quelle: Indymedia<\/p>\n<hr>\n<p>Genfeld befreit!<br \/>\nSchleswig-Holstein 24 August 2008<\/p>\n<p>Das einzige Genfeld im Bundesland Schleswig-Holstein wurde in der NAcht zum Freitag, 23.8.08, fast vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt. Es handelte sich um zwei Fl\u00e4chen verschiedener Bewirtschafter beim Dorf Futterkamp, Gemeinde Blekendorf, zwischen L\u00fctjenburg und Oldenburg i.H.<br \/>\nAuf den Fl\u00e4chen wurde MAis der Sorte Mon810 von Monsanto angebaut, der einzige bisher in der BRD zu kommerziellem Anbau zugelassene gentechnisch ver\u00e4nderte Organismus (GVO).<br \/>\nDie Maispflanzen wurden umgetreten, um den Bewirtschaftern zu zeigen, dass sich der Anbau von GVO nicht lohnt und auch nicht lohnen wird! Diese zerst\u00f6rerische TEchnologie lassen wir sich nicht durchsetzen!<\/p>\n<p>Schleswig-Holstein gentechnikfrei!<br \/>\nF\u00fcr eine Welt nicht nur ohne Gentechnik, sondern \u00fcberhaupt ohne Ausbeutung von Menschen und anderen Lebewesen und Zerst\u00f6rung von Lebensr\u00e4umen!<\/p>\n<p>Viele Argumente und Aktionsideen gegen Gentechnik:<br \/>\nwww.gendreck-weg.de<br \/>\nwww.gentech-weg.de.vu<br \/>\noder Berichte hier auf indymedia<\/p>\n<p>Beteiligt euch! Es gibt viele M\u00f6glichkeiten: Von Protestbriefen bis FEldbesetzungen, von kreativen Aktionen bei Konzernen zu n\u00e4chtlichen Feldbefreiungen&#8230; Und noch viele andere&#8230;<\/p>\n<p>Quelle: Indymedia<\/p>\n<hr>\n<p>Auto der Deutschen Bahn angez\u00fcndet<br \/>\nBerlin 11 Dezember 2008<\/p>\n<p>Erneut haben Unbekannte vermutlich aus politischen Gr\u00fcnden ein Auto in Berlin-Friedrichshain angez\u00fcndet. Eine Polizeistreife entdeckte am fr\u00fchen Donnerstagmorgen das brennende Fahrzeug der Deutsche Bahn AG in der Krautstra\u00dfe, wie die Polizei mitteilte. Das angez\u00fcndete Auto wurde schwer besch\u00e4digt.<\/p>\n<p>Erst am Montag war ein Auto in der Frankfurter Allee in Friedrichshain angez\u00fcndet und stark besch\u00e4digt worden. In beiden F\u00e4llen ermittelt der Staatsschutz. In diesem Jahr hat es bereits mehr als 50 solcher Brandanschl\u00e4ge gegeben. Bisher sind die Brandstifter nicht gefasst worden, so dass die Motive ungekl\u00e4rt sind.<\/p>\n<p>Quelle: Tagesspiegel<\/p>\n<hr>\n<p><strong>Antigentrification:<\/strong><\/p>\n<p>Steine und Farbe gegen Subway<br \/>\nBerlin 1 Oktober 2008<\/p>\n<p>Auf den Sandwich-Laden &#8220;Subway&#8221; im Wrangelkiez fliegen Farbbeutel und Steine. Nachbarn vermuten dahinter Protestaktionen von Gentrifizierungsgegnern.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr, dass der Laden erst seit Kurzem offen ist, macht die Sandwichfiliale &#8220;Subway&#8221; in der Schlesischen Stra\u00dfe in Kreuzberg von au\u00dfen einen reichlich ramponierten Eindruck. In den Schaufensterscheiben klaffen Risse, die notd\u00fcrftig mit Klebeband geflickt sind. Die Hauswand ist mit Farbe bekleckst, \u00fcber das Firmenlogo &#8220;Subway&#8221; ist mit schwarzer Farbe &#8220;Suckway&#8221; gespr\u00fcht. Die Angestellten des Gesch\u00e4fts und die Polizei best\u00e4tigen: Die Filiale ist in den letzten Wochen wiederholt zum Angriffsziel geworden. Am 16. September haben Unbekannte nachts vergeblich versucht, die Scheiben einzuwerfen. Zuvor wurde ein Eimer mit Wandfarbe in der offenen T\u00fcr ausgekipppt. Auch br\u00fcllten Passanten beim Vorr\u00fcbergehen in den Laden: &#8220;Schei\u00df-Subway, verpiss dich!&#8221;<\/p>\n<p>Quelle: TAZ<\/p>\n<hr>\n<p>Brandansch\u00e4ge auf Autos &#8211; Staatsschutz ermittelt<br \/>\nBerlin 24\/25 Oktober 2008<\/p>\n<p>Eine Erkl\u00e4rung die uns dazu erreichte:<\/p>\n<p>&#8221; &#8220;don`t fallow, be the leader&#8221; mit diesem slogan wirbt &#8220;engel &amp; v\u00f6lkers&#8221; f\u00fcr ihre luxusimmobilien und yachten &#8211; wir haben jedoch \u00fcberhaupt keinen bock auf den &#8220;leader&#8221; und sein business &#8211; solange luxus nur f\u00fcr ein paar wenige bonzen zug\u00e4nglich ist und auf dem r\u00fccken von sozial benachteiligten menschen geschaffen wird, ist das ein grund f\u00fcr uns immer wieder anzugreifen &#8211; deshalb haben wir in den fr\u00fchen morgenstunden des 25.0kt ein auto der firma abgefackelt.<\/p>\n<p>solidarit\u00e4t mit allen von r\u00e4umung und verdr\u00e4ngung betroffenen menschen<br \/>\nkapitalismus angreiffen &#8211; luxus f\u00fcr alle&#8221;<\/p>\n<p>-Unbekannte setzten am Morgen einen \u201ePorsche\u201c in der Danziger Stra\u00dfe in Brand. Gegen 5 Uhr bemerkten Passanten das brennende Fahrzeug. Mit dem Feuerl\u00f6scher aus dem Pkw eines der Zeugen l\u00f6schten sie die Flammen noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr. Derzeit ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt, ob f\u00fcr die Tat ein politischer Hintergrund vorliegen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>-Eine 18-J\u00e4hrige und ein 19 Jahre alter Mann alarmierten die Polizei heute Fr\u00fch gegen 3 Uhr 20 in die Otto-Ostrowski-Stra\u00dfe Ecke Hermann-Blankenstein-Stra\u00dfe in Prenzlauer Berg zu einem brennenden \u201eSmart\u201c. Die Zeugen hatten kurz zuvor zwei Personen an dem Pkw beobachtet. Die T\u00e4ter steckten das Fahrzeug in Brand und fl\u00fcchteten unerkannt in Richtung Landsberger Allee. Durch das Feuer brannte der \u201eSmart\u201c vollst\u00e4ndig aus. Ein dort parkender \u201eOpel\u201c wurde durch den Brand im Frontbereich ebenfalls besch\u00e4digt. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen Brandstiftung.<\/p>\n<p>Quelle: Polizei Berlin<\/p>\n<hr>\n<p>O2 Shops angegriffen<br \/>\nBerlin 8 September<\/p>\n<p>Eine Erkl\u00e4rung die uns zugeschickt wurde:<\/p>\n<p>&#8220;in der nacht vom 08.09.08 zum 09.09.08 haben wir in der berliner-allee und in der turmstr. zwei o2-l\u00e4den mit steinen und farbe angegriffen.<br \/>\ndiese aktion richtet sich gegen die er\u00f6ffnung der neuen o2-arena in kreuzberg-friedrichshain am mittwoch den 10.09.08 und gegen das gesamte mediaspree-projekt! wir richten unseren widerstand gegen die vertreibung von sozialschw\u00e4cheren, migrantInnen und alternativen freir\u00e4umen im zuge von stadtumstrukturierung und kiezaufwertung, welche nur den interessen von finanzkr\u00e4ftigem klientel dient.<\/p>\n<p>wir bleiben alle!<br \/>\nmediaspree angreifen!&#8221;<\/p>\n<hr>\n<p>70 Personen verw\u00fcsten Charlottenburger Boutique<br \/>\nBerlin 26 Oktober 2008<\/p>\n<p>Rund 70 teilweise maskierte und kost\u00fcmierte Leute haben am Samstag in einem Berliner Bekleidungsgesch\u00e4ft f\u00fcr Chaos gesorgt. Sie nahmen Kleidung von den St\u00e4ndern und warfen sie im Laden umher, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Einige Angebote seien mit mitgebrachten Preisschildern umetikettiert worden. Anschlie\u00dfend habe die Gruppe das Gesch\u00e4ft verlassen und weitere L\u00e4den im Stadtteil Charlottenburg betreten \u2013 allerdings ohne dort Schaden anzurichten.<\/p>\n<p>Polizeibeamte h\u00e4tten einen 26-J\u00e4hrigen als Verantwortlichen f\u00fcr die \u201enicht angemeldete Versammlung\u201c festgestellt. Der Aufforderung, die Veranstaltung unverz\u00fcglich zu beenden, sei er nachgekommen. Gegen ihn sei ein Verfahren wegen Versto\u00dfes gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet worden. Ein 25-J\u00e4hriger habe zudem w\u00e4hrend der Aktion einen Werbeaufsteller eines Fitnessstudios gestohlen. Er habe eine Anzeige wegen Diebstahls erhalten.<\/p>\n<p>Quelle: Morgenpost<\/p>\n<hr>\n<p>Auto mit Farbe \u00fcbergossen<br \/>\nBerlin 10 September<\/p>\n<p>Eine Frau stellte heute Vormittag gegen 11 Uhr, an dem von ihr am Vortag gegen 17 Uhr geparkten Pkw in der Lottumstra\u00dfe in Prenzlauer Berg eine Sachbesch\u00e4digung fest. Unbekannte hatten den \u201eLand Rover\u201c mit wei\u00dfer Farbe \u00fcbergossen und einen Au\u00dfenspiegel besch\u00e4digt. In der Zehdenicker Stra\u00dfe, einer Parallelstra\u00dfe, stellten Polizeibeamte einen unter einen Scheibenwischer geklemmten Zettel eines \u201eMercedes\u201c fest, auf dem ein umweltpolitisches Motiv genannt wurde. Der \u201eMercedes\u201c wurde nicht besch\u00e4digt. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes pr\u00fcft, ob es sich um ein politisch motiviertes Delikt handelt.<\/p>\n<p>Quelle: Polizei Berlin<\/p>\n<hr>\n<p>Gesch\u00e4ft besch\u00e4digt<br \/>\nBerlin 11 September<\/p>\n<p>Unbekannte T\u00e4ter haben in der vergangenen Nacht in Friedrichshain die Schaufensterscheiben eines Handy-Shops in der Frankfurter Allee mit Schriftz\u00fcgen beschmiert. Die Tat wurde gegen 7 Uhr entdeckt. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Quelle: Polizei Berlin<\/p>\n<hr>\n<p>B\u00fcrogeb\u00e4ude und Gesch\u00e4ft besch\u00e4digt<br \/>\nBerlin 12 September<\/p>\n<p>Eine Erkl\u00e4rung die uns dazu erreichte:<\/p>\n<p>&#8220;In der Nacht zum 12.9. haben wir den B\u00fcror\u00e4umen von Oliver Rohr (Gro\u00dfbeerenstr. 2 -10, Mariendorf) einen Besuch abgestattet, den Eingangsbereich mit geistreichen Spr\u00fcchen in roter Farbe versch\u00f6nert, die Schl\u00f6sser verklebt und den Briefkasten demoliert. Rohr ist im Auftrag S. Beulkers Hausverwalter der Liebigstr. 14 und der Rigaerstr. 94. Diese Arschl\u00f6cher sind im Begriff die zwei Hausprojekte r\u00e4umen zu lassen &#8211; aber das wir teuer!&#8221;<\/p>\n<p>-An einem B\u00fcrogeb\u00e4ude in Mariendorf stellte ein dort Besch\u00e4ftigter Freitagvormittag gegen 8.15 Uhr Farbschmiererein fest und alarmierte die Polizei. Unbekannte hatten unter anderem die Hauseingangst\u00fcr des Geb\u00e4udes und Gehwegplatten in der Gro\u00dfbeerenstra\u00dfe mit roter Farbe beschmiert. Dar\u00fcber hinaus wurden die Zylinderschl\u00f6sser der Haust\u00fcr zugeklebt. Da von einer politisch motivierten Tat ausgegangen wird, hat der Polizeiliche Staatschutz die Ermittlungen \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>-Passanten alarmierten heute fr\u00fch in Tegel die Polizei, nachdem sie mehrere Knallger\u00e4usche geh\u00f6rt hatten und drei Personen in Richtung S-Bahnhof Tegel weglaufen sahen. Die Beamten stellten an einem Gesch\u00e4ft in der Brunowstra\u00dfe Sch\u00e4den an der Schaufensterscheibe und der Eingangst\u00fcr fest. Da ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann, hat das Landeskriminalamt die Ermittlungen \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Quelle: Morgenpost\/Polizei Berlin<\/p>\n<hr>\n<p>Hausbesitzer angegriffen<br \/>\nBerlin 15 Oktober 2008<\/p>\n<p>Ein 48 Jahre alter Mann ist am Mittwoch in Berlin-Friedrichshain von einem Hausdach aus mit gef\u00fcllten Glasflaschen beworfen worden. Wie die Polizei mitteilte, begann die Attacke, als der Hausbesitzer am Vormittag den Innenhof seines Geb\u00e4udes in der Rigaer Stra\u00dfe betrat. Die mit Farbe gef\u00fcllten Flaschen zersprangen auf der Stra\u00dfe, der 48-J\u00e4hrige blieb unverletzt. Die Angreifer entkamen unerkannt. Da ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann, hat der Staatsschutz der Berliner Polizei die Ermittlungen \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Quelle: Morgenpost<\/p>\n<hr>\n<p>Luxus-Wohnprojekt attackiert<br \/>\nBerlin 19 Dezember 2008<\/p>\n<p>Ein Luxuswohnprojekt in Kreuzberg ist in der Nacht zu Freitag mit Steinen und Farbbeuteln beworfen worden. Mehrere Scheiben gehen zu Bruch, die T\u00e4ter fl\u00fcchteten unerkannt.<\/p>\n<p>Rund 20 dunkel gekleidete Personen haben in der Nacht zu Freitag ein im Bau befindliches Luxus-Wohnprojekt in Kreuzberg mit Steinen und Farbbeuteln angegriffen. Nach Angaben der Polizei gingen an dem Geb\u00e4ude in der Liegnitzer Stra\u00dfe zw\u00f6lf Scheiben zu Bruch. Anschlie\u00dfend fl\u00fcchteten die Unbekannten in den G\u00f6rlitzer Park. Der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>In den Paul-Lincke-H\u00f6fen entstehen nach Angaben des Bauherren derzeit die ersten sogenannten Carlofts. Dabei handelt es sich um Wohnungen, die den Parkplatz in jedem Stock direkt vor der T\u00fcr haben. Die Autos werden mit einem Lift in die jeweilige Etage gefahren. Die Wohnungen in dem Szenekiez kosten bis zu 1,6 Millionen Euro. Bei einer Demonstration gegen steigende Mieten Ende November war den Demonstranten von der Polizei untersagt worden, vor das Objekt zu ziehen.<\/p>\n<p>Quelle: Tagesspiegel<\/p>\n<hr>\n<p>Auto und Bagger angez\u00fcndet<br \/>\nBerlin 16 Dezember 2008<\/p>\n<p>Unbekannte haben am fr\u00fchen Dienstagsmorgen im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zwei Brandanschl\u00e4ge ver\u00fcbt. Dabei wurden ein Auto und ein Bagger besch\u00e4digt.<br \/>\nEin Mercedes E-Klasse ist am fr\u00fchen Dienstagmorgen in der Wienerstra\u00dfe in Kreuzberg angez\u00fcndet worden. Ein Taxifahrer hatte die Flammen bemerkt und die Feuerwehr alarmiert, wie die Polizei mitteilte. Diese konnte zwar das Feuer rasch l\u00f6schen, das Fahrzeug wurde aber erheblich besch\u00e4digt.<br \/>\nNur wenige Minuten sp\u00e4ter riefen Passanten in der Kreutziger Stra\u00dfe in Friedrichshain Polizei und Feuerwehr, weil ein Schaufelbagger in Flammen stand. Die Fahrerkabine brannte vollst\u00e4ndig aus. Verletzt wurde niemand.<\/p>\n<p>Da ein politisches Motiv f\u00fcr die Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden kann, hat der Staatsschutz die Ermittlungen \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Quelle: Tagesspiegel\/BerlinerZeitung<\/p>\n<hr>\n<p>Militante Aktionen gegen Gentrifizierung<br \/>\nBerlin 15. Januar 2008<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rung:<\/p>\n<p>&#8220;In der Nacht vom 14.01.2008 auf den 15.01.2008 und von diesem auf den darauf folgenden Tag wurden verschiedene Luxusimmobilien, Banken und Wohnungsbaugesellschaften angegriffen, versch\u00f6nert oder zerst\u00f6rt. Dies alles sind f\u00fcr uns Ziele, auch wenn sie nicht auf den ersten Blick mit. der Freir\u00e4ume Thematik in Verbindung stehen. Dennoch sind sie f\u00fcr Gentrification in mehren Bezirken und damit einhergehende Vertreibung sozial benachteiligter und unserer Projekte verantwortlich. Sie unterst\u00fctzen diesen Prozess aktiv finanziell oder passiv in dem sie von der \u201eAufwertung\u201c profitieren. Wir w\u00fcrden uns freuen, w\u00fcrden diese Institutionen mehr angegriffen und rufen dazu auf das in den praktischen Teil des laufenden Gentrification Diskurses mit einzubeziehen.<\/p>\n<p>Die konkreten Ziele waren:<\/p>\n<p>GEWOBAG &#8211; Ritterstra\u00dfe\/Kreuzberg<br \/>\nFarbe + verklebte Schl\u00f6sser<\/p>\n<p>Ehemalige Yorck59 \u2013 Yorckstra\u00dfe \/ Kreuzberg<br \/>\nFarbe<\/p>\n<p>Engel Immobilien &#8211; Michaelkirchstra\u00dfe \/ Mitte<br \/>\nFarbe<\/p>\n<p>Deutsche Bank \u2013 Danzigerstra\u00dfe \/ Prenzlauer Berg<br \/>\nSteine<\/p>\n<p>City Home lmnmobilien &#8211; Monbjiou Park\/Mitte<\/p>\n<p>Steine<\/p>\n<p>Luxussaniertes Haus von Nehls &#8211; Schliemannstra\u00dfe \/Prenzlauer Berg.<br \/>\nGraffitti, Farbe<\/p>\n<p>WBM \u2013 Wohnungsbaugesellschaft Berlin &#8211; Mitte mbh &#8211; Dircksenstra\u00dfe \/Mitte<br \/>\nFarbe<\/p>\n<p>Im vergangenem Jahr hat sich das Thema Freir\u00e4ume an vielen Stellen herauskristalisiert. Mehrere Projekte haben schon lange Stress mit irgendwelchen Investoren, Hausbesitzern und\/oder anderen Idioten. Mannig Projekte sind in diesem Jahr akut bedroht und wir aber auch die Herrschenden haben sich auf ein spannendes Jahr 2008 vorzubereiten. Denn es geht um unser Leben, Freiheiten, ein Miteinander fernab von Konsumideologie, Verwertungslogik und Herrschaft.<\/p>\n<p>Also lasst uns die \u00e4rgern, die uns immer als Nestbeschmutzer, Asoziale und stinkende Zecken beschimpfen, die uns die R\u00e4ume nehmen wollen, in denen wir solch ein Leben versuchen wollen zu praktizieren und aus dem allt\u00e4glichen Trott zumindest partiell ausbrechen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Erhaltung unserer R\u00e4ume erfordert entschlossene und kollektive Gegenwehr, in welcher militante und direkte Aktionen verst\u00e4rkt genutzt werden sollten und den juristisch oder politisch oder wie auch immer gef\u00fchrten Kampf zu unterst\u00fctzen, aber auch um unsere Ernsthaftigkeit und Entschlossenheit deutlich zu machen und nach au\u00dfen zu tragen. In diesem Zusammenhang begr\u00fc\u00dfen wir nat\u00fcrlich auch die Idee einer Freir\u00e4ume Kampagne und w\u00fcnschen gutes Gelingen, sowie viel Power! Wir hoffen, dass ihr bald an den Start geht und auf breite Unterst\u00fctzung trefft! Wir werden jetzt nicht auf alle einzelnen bedrohten Projekte eingehen. Wir wollen lieber unterstreichen, dass es nur um ALLE Freir\u00e4ume, Hausprojekte, illegale Kneipen, Wagenpl\u00e4tze etc., gehen kann. United we stand \u2014 divided we fall!!!<\/p>\n<p>Und es ist auch nicht alles so grau, wie es scheint. Erinnern wir uns an die K\u00e4mpfe um die Yorck59. Sie wurde leider ger\u00e4umt, sich doch aber gleich nen neues Haus genommen, welches sogar der Privatisierung des Mariannenplatzes Einhalt gebieten konnte.<\/p>\n<p>Zehren wir von unseren Erfolgen und schaffen uns neue! Werden wir aktiv offensiv!<\/p>\n<p>Die Z\u00e4hne zeigt, der\u2018s Maul aufmacht.&#8221;<\/p>\n<p>Quelle: interim<\/p>\n<hr>\n<p>Baumaschine angez\u00fcndet<br \/>\nBerlin 11. April 2008<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rung:<\/p>\n<p>&#8220;In der vergangenen Nacht ist ein Baufahrzeug in der Dresdner Stra\u00dfe in Berlin-Kreuzberg in Flammen aufgegangen. Es war am Bau von Luxuswohnungen beteiligt. Die \u201eAktion Baustopp\u201c bekennt sich zu dem Sabotage-Akt und hofft auf viele NachahmerInnen. Smash Capitalism!<\/p>\n<p>Seit Jahren nimmt in Berlin (wie auch sonst in der BRD) die Ungleichheit in der Gesellschaft zu, immer mehr Menschen leben in Armut. Gleichzeitig steigen die Mieten: insgesamt, aber vor allem in Gebieten der Innenstadt, die f\u00fcr gutverdienende Menschen als Wohn- und auch Arbeitsplatz interessant geworden sind. In manchen Bezirken haben diese Prozesse \u2013 steigende Mieten bei stagnierenden oder sinkenden L\u00f6hnen. Umwandlung in Eigentum, hohe Arbeitslosigkeit und sinkende Sozialleistungen \u2013 zum Austausch eines Gro\u00dfteils der Bev\u00f6lkerung gef\u00fchrt, etwa in Prenzlauer Berg und Mitte. Die Immobilienbesitzer sind die gro\u00dfen Gewinner von Aufwertung und steigenden Mieten, ebenso wie Menschen mit einem guten Einkommen, die sich die schick sanierten Wohnungen etwa am Kollwitzplatz k\u00f6nnen. Menschen ohne Arbeit oder mit schlecht bezahlten Jobs, die Verlierer dieser Entwicklung, werden zunehmend aus den Innenstadtbezirken verdr\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Die herrschende Politik l\u00e4sst diese Entwicklung zu und f\u00f6rdert sie sogar nach Kr\u00e4ften. In Zeiten der Ideologie von ausgeglichenen Haushalten und \u201eleeren Kassen\u201c \u2013 infolge hoher Sozialkosten, Steuersenkungen f\u00fcr Reiche, idiotischer Bauprojekte und Korruptionsskandale \u2013 wird Stadtentwicklung zunehmend den privaten Investoren \u00fcberlassen. Wie Deutschland internationalen im Standortwettbewerb um Investitionen konkurriert und deswegen Tarifl\u00f6hne anscheinend nicht mehr gezahlt werden k\u00f6nnen, konkurrieren einzelne St\u00e4dte um die Ansiedlung von Unternehmen. Das hat sich bis heute nicht ge\u00e4ndert \u2013 obwohl der Traum Berlin, eine globale Dienstleistungsmetropole zu werden, mit dem Bankenskandal in eine Katastrophe gef\u00fchrt hat. Die Stadt soll schick und attraktiv gemacht werden f\u00fcr Unternehmen aus \u201ezukunftstr\u00e4chtigen\u201c Branchen wie der Medienindustrie. Daf\u00fcr werden eben auch steigende Mieten und Verdr\u00e4ngung von Menschen mit wenig Einkommen in Kauf genommen, eine Entwicklung, die auch Gentrifizierung\u201c genannt wird. Die Stadt wird immer mehr zur Stadt der Konzerne, deren Interesse bestimmen, was wo wie gebaut wird, welcher Ort wie genutzt wird. Wer sich jedoch gegen h\u00f6here Mieten und Verdr\u00e4ngung zur Wehr setzt, ger\u00e4t schnell ins Visier von Staatsschutz und Polizei oder wird gar als \u201eTerrorist\u201c verfolgt.<\/p>\n<p>Mit dem Versuch gezielt Unternehmen der Medienindustrie anzulocken, geht eine steigende Nachfrage relativ gutverdienende Mensch nach modernisierten und schicken Wohnungen in den friedrichhainer und kreuzberg \u201eSzene\u201c- Vierteln einher. Schon jetzt kommt es in den an \u201eMedia-Spree\u201c angrenzenden Gebieten zu einer massiven Steigerung bei den Mieten, sowohl f\u00fcr Gewerber\u00e4umen als auch f\u00fcr Wohnungen, und diese Entwicklung wird sich noch versch\u00e4rfen, wenn die Pl\u00e4ne der Media-Spree-Strategen Wirklichkeit werden sollten. Bereits heute sind die Folgen der schon stattgefundenen massiven Privatisierung von Wohnraum deutlich erkennbar. So wurden hunderte Mietsh\u00e4user der GSW, die vorher der Stadt geh\u00f6rten, an den Immobilienfon \u201eCerberus\u201c verkauft \u2013 mit drastischen Mieterh\u00f6hungen f\u00fcr die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die kleineren Gewerbe- und Kultureinrichtungen in diesen H\u00e4usern als Folge.<\/p>\n<p>Es d\u00fcrfte nur eine Frage der Zeit sein bis als Folge der kapitalistischen \u201eEntwicklung\u201c der Spreeufer viele Bewohner der an \u201eMedia-Spree\u201c angrenzenden Gebiete sich die gestiegenen Mieten nicht mehr leisten k\u00f6nnen und wegziehen m\u00fcssen. Frei werdende Wohnungen k\u00f6nnen sich in Zukunft nur die besser verdienenden Menschen leisten, ganz zu schweigen von den neu entstehenden Luxuswohnungen. Die PolitikerInnen in Senat und Bezirk weigern sich bislang diese Entwicklung zur Kenntnis zu nehmen. So gibt es bis heute kaum Schutz gegen die steiegenden Mieten, etwa in Form von Mietobergrenzen.<\/p>\n<p>Die Strategen von \u201eMedia-Spree\u201c verweisen darauf, dass ihr Projekt neue Arbeitspl\u00e4tze schaffe und dass davon auch die AnwohnerInnen in den benachbarten Stadtteilen profitieren w\u00fcrden. Doch welche Jobs entstehen da f\u00fcr Menschen, die keinen der gut bezahlten Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr kreative Akademiker abbekommen? Von den Armutsl\u00f6hnen, die in den neuen Hotels und Veranstaltungshallen, in Callcentern und f\u00fcr den Wachschutz unterm O2-Werbeschild bezahlt werden, k\u00f6nnen die stetig steigenden Mieten schon lange nicht mehr bezahlen werden.<\/p>\n<p>Wir wollen keine \u201eMedia-Spree\u201c und keine Luxuswohnungen f\u00fcr wenige. Wir wollen Spielpl\u00e4tze und Parks und G\u00e4rten und ein sch\u00f6nes Leben f\u00fcr alle. Wir wollen alternative Projekte und nichtkommerzielle Kultur. Wir wollen mitbestimmen, was auf den Freifl\u00e4chen Berlin passiert und uns nicht die Pl\u00e4ne der profitorientierten Konzerne unter die Nase setzen lassen. Wir wollen billige Mieten, der Profit der Hausbesitzer interessiert uns uns nicht. Wir wollen billige und gute BVG, weniger Autos in der Stadt, und schon gar nicht eine neue Autobr\u00fccke \u00fcber die Spree. Und wir brauchen ganz sicher nicht neue Billiglohn-Arbeitspl\u00e4tze in den Callcentern von BASF und Quelle oder als Kartenabreisserin bei O2. Wir werden der Privatisierung \u00f6ffentlicher Fl\u00e4chen und Geb\u00e4ude niemals zustimmen \u2013 Privatisierung hei\u00dft mehr Profite auf der einen und mehr Armut auf der anderen Seite, mehr Luxus f\u00fcr die einen und Armutsl\u00f6hne f\u00fcr die anderen.<\/p>\n<p>\u201eMediaSpree\u201c versenken! Luxuswohnungen zu sozialen Zentren!<\/p>\n<p>Aktion Baustopp. 11. April 2008&#8221;<\/p>\n<p>Quelle: Interim<\/p>\n<hr>\n<p>Militante Aktionen gegen Gentrifizierung<br \/>\nBerlin 8. April 2008<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rung:<\/p>\n<p>&#8220;FREIR\u00c4UME \u2013 WIR BLEIBEN ALLE<\/p>\n<p>seit jahren werden immer mehr fl\u00e4chen zugunsten der kommerziellen nutzung der allgemeinheit entzogen, wie z.b. beim gro\u00dfprojekt \u201emedia spree\u201c<br \/>\nF\u00fcr nicht kommerzielle kulturelle und soziale orte wie der k\u00f6pi, der schwarze kanal, die rigaer 94 (die liste liesse sich endlos forf\u00fchren), ist kein platz vorgesehen, wenn es nach den pl\u00e4nen der firmen und konzerne geht.<br \/>\nWir haben die schnauze voll und lassen uns nicht vertreiben!<br \/>\nAuch wenn die k\u00f6pi jetzt einen vertrag hat und DER SPRIEGEL den h\u00e4userkampf f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt hat, es gibt noch viele freir\u00e4ume die durch sogenanntea\u201caufwertungsprozesse\u201c und der damit im zusammenhang stehenden gentrifizierung bedroht sind.<br \/>\nIm rahmen der am wochenende stattfindenden squatterdays haben wir in der nacht vom 8.4. folgenden orten einen besuch abgestattet:<\/p>\n<p>PRENZLAUER G\u00c4RTEN IMMOBILIEN ( DIE BAUEN Luxus \u201eTOWN HUOSES IN P\u00b4BERG + F\u00b4HAIN) AM RIEDRICHSHAIN-Glasbruch und Farbe<br \/>\nDAZ \u2013 deutsches architekturzentrum-Glasbruch und \u201emediaspree versenken\u201c gespr\u00fcht<br \/>\nSparkasse muskauerstr. &#8211; Glasbruch und \u201erigaer94 bleibt\u201c gespr\u00fcht<br \/>\nMehrere hochwertige autos angez\u00fcndet, die anleitung findet ihr unter nobelkarossentod in der radikal EPISODE 158, SOMMER 2005<\/p>\n<p>Der kampf geht weiter!<br \/>\nWir bleiben alle!&#8221;<\/p>\n<hr>\n<p>Vandalismus am neuen S-Bahnhof Julius-Leber-Br\u00fccke<br \/>\nBerlin 16 Mai 2008<\/p>\n<p>Kaum er\u00f6ffnet und schon zertr\u00fcmmert. Auf dem erst am 2. Mai in Betrieb genommenen S-Bahnhof Julius-Leber-Br\u00fccke an der Wannseebahn in Sch\u00f6neberg haben Unbekannte in der Nacht zu gestern Scheiben an Wartehallen und Vitrinen zertr\u00fcmmert, einen Fahrscheinautomaten besch\u00e4digt und Schmierereien hinterlassen. Wie hoch der Schaden ist, konnte die S-Bahn gestern noch nicht sagen.<\/p>\n<p>S-Bahn-Chef Tobias Heinemann zeigte sich \u201eersch\u00fcttert\u201c. Leidtragende seien Tausende von S-Bahn-Fahrg\u00e4sten, die den neuen Bahnhof sehr gut angenommen h\u00e4tten. Heinemann bittet die Bev\u00f6lkerung um Unterst\u00fctzung, damit die T\u00e4ter ausfindig gemacht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In der Nacht konnten die T\u00e4ter offenbar ungehindert vorgehen. Nach dem Ausma\u00df der Zerst\u00f6rungen m\u00fcssten sie sich viel Zeit genommen haben, sagte S-Bahn-Sprecher Ingo Priegnitz. Ob Anwohner wegen des L\u00e4rms beim Einschlagen der zahlreichen Scheiben die Polizei gerufen hatten, konnte ein Sprecher der Beh\u00f6rde gestern nicht sagen. Der Schaden war erst am Morgen vom Triebwagenf\u00fchrer des ersten Zuges nach der n\u00e4chtlichen Betriebspause gemeldet worden. Die Ermittlungen hat jetzt der polizeiliche Staatsschutz \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Schmierereien wie \u201eSch\u00f6neberg ist auch ohne Investor geil\u201c oder \u201eUmstrukturierung nicht mit uns\u201c lie\u00dfen darauf schlie\u00dfen, dass die Sch\u00e4den von Gegnern des Projektes um den benachbarten Gasometer verursacht worden sein k\u00f6nnten, hie\u00df es bei der S-Bahn. Das Areal um den Gasometer soll zu einem gigantischen Komplex als Europ\u00e4isches Energieforum ausgebaut werden. Allerdings gab es auch Schmiereren gegen die Bahn. Die Schadensersatzforderungen verj\u00e4hren erst nach 30 Jahren.<\/p>\n<p>Quelle: Tagesspiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktionen die im Jahr 2008 stattfanden und sich gegen die Vernutzung der Natur richteten sowie Aktionen gegen Gentrification. Wenn ihr zum ersten mal auf diese Reihe sto\u00dft, informiert euch in unseren anderen Artikeln \u00fcber unsere Motivation. 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